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Verkehrswacht gibt Sicherheitstipps für dunkle Jahreszeit

Sehen und gesehen werden: Auf diesen Nenner könnte man die Sicherheitshinweise der Fachleute bringen.Foto:ADAC

Sehen und gesehen werden: Auf diesen Nenner könnte man die Sicherheitshinweise der Fachleute bringen.Foto:ADAC

GLADBECK.   Verkehrswacht Gladbeck appelliert an Fußgänger und Radler, sich in der dunklen Jahreszeit hell zu kleiden. Autofahrer sollten bremsbereit sein.

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Mit der Umstellung auf die Winterzeit wird es abends nun deutlich früher dunkel – und damit steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Regen oder Nebel führen dazu, dass sich die Sichtverhältnisse in den Herbst- und Wintermonaten deutlich verschlechtern.

Die Gefahr, einen Unfall zu erleiden, sei für Senioren und Kinder besonders groß, weil sie oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. So kam nach Angaben der hiesigen Verkehrswacht beispielsweise ein älterer Passant in der Dunkelheit ums Leben. Klaus-Dieter Parma, Vorsitzender des Gladbecker Ortsvereins: „Vier weitere Senioren wurden als Fußgänger oder Radfahrer leicht oder schwer verletzt.“

Verunglückte im Straßenverkehr

Aus der Gruppe der Kinder bis 14 Jahre, die bei Dunkelheit oder Dämmerung zu Fuß oder mit dem Rad am Verkehr teilnahmen, wurden drei verletzt. „Damit liegen die Gladbecker Verunglücktenzahlen über den entsprechenden Landeswerten“, stellt Klaus-Dieter Parma fest. Die Verkehrswacht appelliert daher an Fußgänger, Radler und Autofahrer, auf ihre Sichtbarkeit zu achten.

Helle Kleidung macht sichtbar

1A und O für mehr Sicherheit ist die Wahl der Kleidung. „Besonders Fußgänger und Radfahrer sollten sich so kleiden, dass sie für die Autofahrer gut zu sehen sind“, rät Parma. Der einstige Polizist, der unzählige junge Gladbecker in der Verkehrserziehung unter seine Fittiche nahm, erläutert: „Ein Autofahrer nimmt einen hell gekleideten Fußgänger deutlicher früher wahr. Noch besser ist reflektierende Kleidung, mit der man für Autofahrer bereits in 140 Metern Entfernung sichtbar wird.“ Entscheidend sei, dass die frühe Wahrnehmung den Autofahrern mehr Reaktionszeit lässt. So können sie rechtzeitig anhalten, wenn Fußgänger die Straße kreuzen.

Reflektierende Weste für Radler

2Für Drahtesel-Nutzer em­pfiehlt der Verkehrswacht-Experte bei Dunkelheit eine reflektierende Weste anlegen. Klaus-Dieter Parma ergänzt: „Auch mit reflektierenden Helmüberzügen oder Schnappbändern an den Beinen und Armen kann man auf sich aufmerksam machen.“

Funktionierende Beleuchtung

3Diese Regel müsste eigentlich selbstverständlich sein, aber Parma weist trotzdem darauf hin: „Das Fahrrad selbst sollte über eine funktionierende Beleuchtung verfügen.“ Wichtig sei zudem, seinen Drahtesel mit den vorgeschriebenen Reflektoren auszurüsten. „Mittlerweile können Radler statt einer dynamobetriebenen Beleuchtung auch Scheinwerfer und Rückleuchten mit Akkus oder Batterien einsetzen“, informiert der Fachmann. Klassische Katzenaugen könnten auch durch reflektierende Speichenclips oder umlaufende Reflektorstreifen an Vorder- und Hinterradreifen ersetzt werden.

Geschwindigkeit reduzieren

4Und auch die Menschen am Steuer oder Lenker eines motorisierten Gefährts können dazu beitragen, dass das Unfallrisiko in der dunklen Jahreszeit minimiert wird. Klaus-Dieter Parma: „Sie sollten ihre Geschwindigkeit reduzieren und sich besonders in geschlossenen Ortschaften bremsbereit halten.“

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