Familientag

Vereine laden zu einem großen Fest für alle Generationen

Joachim Georg, Stefan Walter, Siegfried Schmitz, Doris Jost, Friedhelm Horbach sowie die Kneippianerinnen Elke Wanderer, Marianne Kalfhues, Josi Marten samt Enkel (v.l.) freuen sich auf viele Gäste.L

Joachim Georg, Stefan Walter, Siegfried Schmitz, Doris Jost, Friedhelm Horbach sowie die Kneippianerinnen Elke Wanderer, Marianne Kalfhues, Josi Marten samt Enkel (v.l.) freuen sich auf viele Gäste.L

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Gladbeck.   Elf Vereine und Gruppen bieten im Kneippgarten am Barbara-Hospital am 6. Juli ein Programm für Groß und Klein an. Der Spaß startet um 11 Uhr.

Die Intention ist sonnenklar: Familien mit Kind und Kegel sollen sich für ein paar Stunden nach Herzenslust vergnügen. Und kosten soll der Spaß sie möglichst nichts. Das haben sich die elf Vereine und Organisatoren in Gladbeck, die für Samstag, 6. Juli, zu „Wir für Kinder bis Senioren“ einladen, auf die Fahne geschrieben. Breitgefächert ist das Programm, das sich zwischen 11 und 15 Uhr im Kneipp-Garten am St.-Barbara-Hospital an der Mittelstraße abspielt.

Siegfried Schmitz von der Gemeinnützigen Jugend- und Behindertenhilfe erklärt: „Die Kinder bekommen eine kostenlose Laufkarte.“ Darauf sind all jene Aktionen aufgelistet, an denen die Mädchen und Jungen an diesem Familientag gratis teilnehmen können. Ist eine Karte komplett abgehakt, gebe es einen „kleinen Obolus“. Das kann ein Päckchen Rosinen sein oder ein Apfel oder ein Samentütchen. „Wir wollen etwas für die Umwelt tun“, unterstreicht Josi Marten, die Vorsitzende des Kneipp-Vereins. Auf die Wildblumen, die mit Hilfe der geschenkten Samen sprießen, fliegen Bienen und andere Insekten.

Das Deutsche Rote Kreuz setzt eine Rarität als Gewinn aus

Etwas zu gewinnen gibt es auch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) – und zwar eine echte Rarität. Stefan Walter, der Geschäftsführer des Gladbecker Verbandes, stellt es den Vertretern der anderen am Familientag beteiligten Gruppen vor: ein Playmobil-Set zum Thema „Rettungswagen“ mit allem Pipapo – Trage, Arztköfferchen, Sauerstoffgerät und andere Utensilien, die bei einem Einsatz im Ernstfall Leben retten können. Nicht zu vergessen die Einsatzkräfte. „Es gab insgesamt 1000 dieser Playmobil-Sets“, erläutert Stefan Walter. Wer jetzt neugierig geworden ist, muss einen kleinen Dämpfer verkraften, denn „diese Ausführung gibt es nicht mehr“. Eine Chance, an den vollausgestatteten Rettungswagen samt Zubehör im Mini-Format zu kommen, sieht der Rote-Kreuz-Mann denn doch: die richtigen Antworten im Quiz geben. Wenn dann noch Fortuna dem Ratefüchslein hold ist, hat das Spielzeug einen neuen Besitzer.

Aber vielleicht tröstet auch ein Malbuch oder eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung darüber hinweg, sollte der „Einsatzwagen“ an einem vorbeirollen. Denn diese bringt das DRK ebenfalls unter die Besucher. Stefan Walter: „Unser Hauptschwerpunkt auf dem Fest ist Erste Hilfe für Groß und Klein.“ Kindgerecht werde Wissen vermittelt.

Schlauköpfe haben auch bei den Ratespielen des städtischen Seniorenbeirats die Möglichkeit zu punkten. Dessen Vorsitzender Friedhelm Horbach verrät: „Wir stellen Fragen zu Gladbecks Geschichte, passend zum Stadtjubiläum.“ Diejenigen, denen das zu kniffelig ist, dürfen ihre Kenntnisse – und ihr Glück – gerne bei einem weiteren Quiz auf die Probe stellen. Doris Jost, ebenfalls Mitglied im Seniorenbeirat: „Wir organisieren ein Sprichwörter-Rätsel. Die Bedeutungen werden später erklärt.“ Als Preis dürfen die erfolgreichen Teilnehmer Gladbeck-Souvenirs mit nach Hause nehmen. Apropos „mitnehmen“: Schmitz findet es „schön, wenn Kinder von einem Fest“ etwas in Händen behalten. Und das müssen beileibe keine Gewinne sein.

Alle Gäste dürfen auch etwas mitnehmen

Wie wäre es denn mit einem Tontöpfen, in dem es bald grünen wird? Salat, Kohlrabi und Petersilie sollen bei dieser Gratis-Aktion gepflanzt werden, so Marianne Kalfhues, Geschäftsführerin des Kneipp-Vereins Gladbeck. Und auch der Seniorenbeirat schlüpft in die Gärtner-Rolle: Die Mitglieder wollen eine Kiwi setzen. Im Vorjahr pflanzten das Rote Kreuz und die Diakonie als „Baum der Freundschaft“ eine Aprikose. Joachim Georg: „Wir bringen eine mobile Kegelbahn mit.“ Zudem, so der Vertreter der Diakonie, ein Fühlerlebnis, bei dem verschiedene Konsistenzen – zum Beispiel hart und weich – spürbar werden.

Die Ohren sollten Gäste spitzen, wenn der Kita-Chor der Arbeiterwohlfahrt und der Johannes-von-Acken-Chor gemeinsam auftreten. Carmen Bongers vom Kneipp-Verein erinnert sich: „Im vergangenen Jahr waren die beiden Pferde der Renner bei den Besuchern!“ Klar, dass diesmal die Tiere wieder an den Start gehen – von 14 bis 15 Uhr. Marten: „Ganz bewusst nur eine Stunde, damit die Pferde keine Strapazen haben.“ Rollatorencheck, Hüpfburg, Schminken, Sitzgymnastik und vieles mehr ergänzen das Angebot. Und wer vieles ausprobiert und sich amüsiert, kann eine Stärkung gut vertragen, zum Beispiel Bratwurst im Brötchen und Getränke zu kleinen Preisen, wie die Vorsitzende des Kneipp-Vereins unterstreicht. Kinder dürfen sich freuen auf Waffeln, Eis und ein Getränk – gratis, versteht sich.

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