Wartungsarbeiten

TÜV-Kontrolle: Fackeltätigkeit in Raffinerie der BP möglich

Blick auf die BP-Raffinerie an der Gladbecker Stadtgrenze in Scholven.

Blick auf die BP-Raffinerie an der Gladbecker Stadtgrenze in Scholven.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gladbeck.  Einige Anlagen in der Öl-Raffinerie werden heruntergefahren und gewartet. Dadurch kommt es zeitweise zu erhöhter Aktivität der Schutzfackeln.

In der BP-Raffinerie an der Gladbecker Stadtgrenze in Scholven stehen ab Mitte Oktober einige Anlagen für rund acht Wochen still. Grund ist die TÜV-Revision, der die Produktionsanlagen in festgelegten Abständen unterzogen werden. Die Anlagenrevision sollte ursprünglich bereits im April stattfinden, musste aber wegen des Corona-Lockdowns verschoben werden.

Das Unternehmen teilt mit, dass bereits seit dem Frühjahr umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft vor dem Corona-Virus getroffen wurden, die für den Stillstand nochmals verschärft worden sind. So werden – nebenumfangreichen Vorgaben zur Maskentragepflicht, zu Abstands- und Hygieneregelungen – beispielsweise die Gewerke in Kleingruppen eingeteilt und die Arbeits-/und Pausenzeiten so gesteuert, dass sich die Anzahl der persönlichen Kontakte auf das absolute Minimum reduziert. Zudem darf das Werkgelände nur mit dem Nachweis eines negativen Corona-Tests betreten werden.

Es kann zeitweise zu verstärkten Aktivitäten der Schutzfackeln kommen

Durch den Stillstand der Produktion kann es zeitweise zu Fackeltätigkeiten kommen – vor allem dann, wenn Anlagenteile außer Betrieb oder wieder in Betrieb genommen werden und das dabei anfallende überschüssige Gas kontrolliert verbrannt werden muss, so die weitere Information. Die Ruhr Oel GmbH – BP Gelsenkirchen versichert, sie werde versuchen, diese Maßnahmen auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und bittet die Bürger ihrer Nachbarschaft schon jetzt um Verständnis.

Raffinerien sind rechtlich verpflichtet, ihre Anlagen regelmäßig einer Überprüfung durch unabhängige Sachverständige zu unterziehen. Die Produktionsanlagen werden dabei nach einem festgelegten Prozess abgeschaltet, gereinigt, inspiziert und bei Bedarf repariert oder einzelne Komponenten komplett erneuert. Anschließend werden die Anlagen von unabhängigen Prüfern kontrolliert. Am Ende erhalten sie eine Verlängerung der Betriebserlaubnis für weitere fünf Jahre.

Bei Fragen zu anlagenbedingten Belästigungen können Bürger anrufen

Bei Fragen zu Geräuschs- oder Geruchsbelästigungen können sich Nachbarn 24 Stunden am Tag an das Umwelttelefon der Raffinerie wenden: 02 09/3 66-3588. Regelmäßige Updates zur Anlagen-Revision werden über die Homepage der Raffinerie www.bpge.de sowie über die Social Messaging Kanäle Whats App (01 76/ 476 198 27) und Telegram (RuhrOelRaffinerie) zur Verfügung gestellt.

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