Konzert

Brahms "Deutsches Requiem" in der Gladbecker Lamberti-Kirche

Ein Bild von der Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der St. Lamberti-Propsteikirche.

Foto: Franz Naskrent

Ein Bild von der Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach in der St. Lamberti-Propsteikirche. Foto: Franz Naskrent

Rund 100 Sänger werden am 1. November dabei sein, wenn das imposante Werk aufgeführt wird. Geleitet wird das Konzert von Kantor Konrad Suttmeyer.

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Konrad Suttmeyer hat mit seinen Chören schon unzählige Werke einstudiert. Umso bemerkenswerter ist, dass der Kantor an St. Lamberti jetzt sagt: „Das Brahms-Requiem ist noch einmal eine der ganz tiefen Erfahrungen, die ich erleben darf.“ Bei der Aufführung am 1. November (Allerheiligen) um 18 Uhr in der Propsteikirche können die Besucher dieses Gefühl mit ihm teilen.

Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ op. 45 für zwei Solisten, Chor und Orchester kommt stimmgewaltig daher, ideal also für die Reihe der Pfarreichorprojekte, die es seit etwa zehn Jahren an St. Lamberti gibt. Dafür suchte Suttmeyer für seine etwa 45 Sängerinnen und Sänger Verstärkung.

Ansprüche immer weiter gesteigert

Fest stand von Anfang an, dass der Bach-Chor Gelsenkirchen, wie schon bei anderen Aufführungen, mit dabei sein sollte. Dazu kommen 32 „Externe“, Menschen, mit oder ohne Chormitgliedschaft, die sich zugetraut haben, das Projekt mitzugestalten. Rund 100 Sängerinnen und Sänger werden also im Altarraum der Lambertikirche stehen.

„Bei unseren Chorprojekten haben wir unsere Ansprüche über die Jahre immer wieder gesteigert“, sagt Suttmeyer. Das Brahms-Requiem setze diese Entwicklung fort. Anspruchsvoll sei dieses Werk besonders für die Sängerinnen und Sänger: „Die Aufführung dauert eineinviertel Stunde, und der Chor singt fast alles, und das in zum Teil extremen Lagen. Anders als zum Beispiel bei der Matthäus-Passion im vergangenen Jahr, weil große Teile dieses Bach-Werks von Solisten bestritten werden.“

Keine katholische Totenmesse

Jetzt also das romantische Brahms-Werk – entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Komposition ist keine Totenmesse im katholischen Sinn. Suttmeyer: „Das Requiem malt nicht die Schrecken der Hölle aus, ist auch kein Gebet für die Verstorbenen, sondern Trost für die Hinterbliebenen – in Text und Musik. Brahms hat das Requiem genial textausdeutend komponiert.“

Die Soloparts übernehmen die Sopranistin Christine Alexander und der Bariton Harald Martini, beide sind schon mehrfach mit dem Propsteichor aufgetreten. Auch der Bach-Chor Gelsenkirchen (Leitung Lothar Trawny) gehört zu den regelmäßigen Gästen.

Die Essener Symphoniker reisen mit einem kompletten romantischen symphonischen Orchester an, und an der Klais-Orgel sitzt Julia Bonika. Konrad Suttmeyer freut sich riesig auf die Aufführung und ist sicher: „Die tiefe Emotionalität dieses Requiems wird jeder spüren.“

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