Sommer-Urlaub

Terror hält Gladbecker nicht vom Reisen ab

Blick auf den Hafen und den Strand von Gladbecks türkischer Partnerstadt Alanya. Foto:AlanyaPics - Stadt Alanya

Blick auf den Hafen und den Strand von Gladbecks türkischer Partnerstadt Alanya. Foto:AlanyaPics - Stadt Alanya

Gladbeck.   Die Gladbecker lassen sich von einer Reise in den Süden nicht abschrecken. Sie finden, dass ihnen überall etwas passieren könnte.

Welches Land ist als Reiseziel sicher? Wohin kann ich fliegen, ohne Terrorangst haben zu müssen? Diese und weitere Fragen beschäftigen derzeit viele Gladbecker, die im Sommer einen Urlaub im Ausland machen möchten. Sie informieren sich in den örtlichen Reisebüros über Krisengebiete und Orte, die in jüngster Vergangenheit Ziel eines Anschlags geworden sind. Viele Touristen lassen sich aber nicht von einem Trip in die südlichen Gefilde abhalten. Die Begründung ist häufig eindeutig: „Es kann mir überall etwas passieren. Ich lasse mich davon nicht abschrecken.“

Fernreisen gehen sehr gut

Laura Pausch ist Reiseberaterin im Reisestudio Gladbeck. Sie sagt: „Die Nachfrage hat sich nicht verändert. Unsere Kunden wollen nur besser informiert sein. Wir verkaufen weiterhin Reisen nach Ägypten, Tunesien oder in die Türkei.“ Interessierte wären zwar verunsichert, die Lust auf Erholung habe jedoch nicht nachgelassen. „Derzeit gehen Fernreisen sehr gut. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.“

Auseinandersetzung mit Zielorten

Peter Zielke hat für diesen Sommer noch keinen Urlaub gebucht. Der 65-Jährige hebt aber im Gespräch nmit der WAZ hervor: „Mir kann überall etwas passieren, egal ob ich nun im Ausland oder Inland bin. Sicher bin ich nirgends.“ Seine Meinung: Menschen sollten sich nicht vom Reisen abhalten lassen, aber eine kritische Auseinandersetzung mit den Zielorten sei auf jeden Fall gut. „Nur die Arabischen Emirate würde ich momentan mit Kindern meiden.“

Kerstin Rooch (64) kann sich vorstellen, dass sich wegen der Terrorgefahr viele Leute durchaus von ihrer Reise abbringen lassen. Sie unterstreicht jedoch: „Terrorangst habe ich persönlich nicht, obwohl ich es schrecklich finde, was in letzter Zeit in der ganzen Welt passiert. Ich war schon häufiger in Griechenland und würde jederzeit wieder dorthin fliegen. Mir wird nur etwas mulmig, wenn meine Kinder auf Festivals fahren. Aber ich halte sie deswegen nicht auf.“

Absoluten Schutz gibt es nicht

Werner Breitzke (47) fährt als Lehrer mit seiner Schulklasse ins Nachbarland Holland. Er hat zudem für den Sommer eine private Reise nach Frankreich gebucht. „Mir kann auch auf einer Reise immer etwas ganz Anderes passieren. Den absoluten Schutz gibt es nicht.“ Vor Terror sei niemand gewappnet, ob er sich nun auf Reisen befinde oder nicht, so Werner Breitzke.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik