Up-to-Dance-Festival

Tanzen wie die Stars am Broadway - und das in Gladbeck

Up-to-Dance-Festival in Gladbecker Stadthalle

Gladbeck: Ein paar Eindrücke vom Up-to-Dance-Festival in der Gladbecker Stadthalle.

Gladbeck: Ein paar Eindrücke vom Up-to-Dance-Festival in der Gladbecker Stadthalle.

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Gladbeck.  Das Up-to-Dance-Festivals bringt immer auch renommierte Tanz-Dozenten nach Gladbeck. Sehr zur Freude der Laien und Profis in den Workshops.

Melanie C. Day musste man nicht lange überzeugen, Tänzerin zu werden. Die 42-jährige Bambergerin, die eine Zeit lang in England lebte, tanzt, seit sie drei Jahre alt ist. Und sie ist immer noch als professionelle Tänzerin und Choreografin erfolgreich. Am Samstag war sie nach Gladbeck angereist, um auch andere Tanzbegeisterte mit ihrem Können zu inspirieren – und zwar auf nüchternem Turnhallenboden. Inspiration funktioniert nämlich nicht nur auf der Bühne vor sitzendem Publikum.

Alljährlich strömen Tanz-Gruppen zum bekannten Up-to-Dance-Festival in Gladbeck, um das Publikum in der Mathias-Jakobs-Stadthalle mit der Vielfalt des Tanzes zu begeistern – in diesem Jahr bereits zum 29. Mal. Höhepunkt ist die Gala-Show am Abend, in der Profis und Laien auf der Bühne tanzen.

Tanzunterricht von international bekannten Profis

Melanie C. Day, die im vergangenen Jahr erstmalig mit ihrer MDance Company auftrat, ist eine von acht Dozenten, die mit Tanz-Choreografien im Gepäck mitmachen. Dieses Jahr ist die Tänzerin allein gekommen, unterrichtet ausschließlich andere in der Kunst der tänzerischen Bewegung. In der Turnhalle der Anne-Frank-Realschule steht Samstag und Sonntag Tanz-Unterricht von national oder sogar international bekannten Profi auf dem Stundenplan.

Am Samstagmittag steht „Broadway Style“ im Workshop mit Melanie C. Day auf dem Plan. Die Zeit ist knapp: Sechs Tanzbegeisterte – Hobbytänzer bis Profi – haben vom Warm-Up bis zur fertigen Performance anderthalb Stunden Zeit. Die Profi-Tänzerin und Choreografin für Jazz-, Show- und Musical-Dance hat das Finale aus dem Musical „A Chorus Line“ dabei. Nach dem Aufwärmen zaubert sie noch Hüte und auch Hintergrund-Informationen aus ihrem Gepäck. Melanie C. Day: „Das Musical thematisiert die Schattenseite des Entertainments: Wie es in den Darstellern aussieht, interessiert das Publikum nicht. Also lächelt!“

Aufforderung: Bitte lächeln

Um das zu verstehen, muss man das Musical kennen, in dem es um das Auswahlverfahren (Casting) für die Besetzung eines geplanten Broadway-Musicals geht. „A Chorus Line“ ist eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals. In einem erbarmungslosen Ausleseprozess müssen die Bewerber darin nicht nur ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch etwas von ihrer Persönlichkeit preisgeben. Zum Schluss bleiben achtzehn Künstler übrig, aus denen der Regisseur wiederum wenige Glückliche auswählt.

Die sechs Workshop-Teilnehmer in der Gladbecker Turnhalle sind natürlich nicht diesem Entertainment-Druck ausgesetzt. Für sie geht es auch um den Spaß daran und darum, den Broadway Style zu lernen.

Wobei: Wenn es um kurz nach 15 Uhr darum geht, das A-Chorus-Line-Finale aufs Turnhallen-Linoleum zu bringen und einige Handy-Kameras die frisch einstudierte Revue filmen, liegt etwas von Aufregung in der Luft; ein bisschen.

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