Saubere Luft

Stadt Gladbeck will Konzept zur Elektromobilität erstellen

Die Post nutzt die kleinen Streetscooter bereits, hier ein Bild aus Essen. Nun wollen auch das Ingenieuramt der Stadt Gladbeck und der ZBG die kleinen Strom-Transporter einsetzen.

Die Post nutzt die kleinen Streetscooter bereits, hier ein Bild aus Essen. Nun wollen auch das Ingenieuramt der Stadt Gladbeck und der ZBG die kleinen Strom-Transporter einsetzen.

Foto: Socrates Tassos

Gladbeck.   Das Ingenieuramt und der ZBG wollen insgesamt fünf E-Fahrzeuge anschaffen. Doch auch sonst soll die Elektromobilität in Gladbeck Fahrt aufnehmen.

Die Elektromobilität rückt auch bei der Stadtverwaltung Gladbeck zunehmend in den Fokus. Strom-Fahrzeuge seien ein Baustein, um die Belastungen durch Lärm und Luftschadstoffe zu senken, so Klaas Rudy von der Umweltabteilung im Amt für Planen, Bauen, Umwelt.

Die Streetscooter kommen

Im Umweltausschuss berichtete er, welchen Weg man in Gladbeck dabei einschlagen will. So plant beispielsweise das Ingenieuramt die Anschaffung von drei Elektrofahrzeugen – zwei Pkw und ein Nutzfahrzeuge, einen sogenannten Streetscooter. Und auch beim ZBG sollen zwei dieser kleinen Transporter, die auch schon die Post nutzt, zum Einsatz kommen.

Parallel, so Rudy weiter, seien auch Ladesäulen an städtischen Gebäuden geplant. Bislang hat der Einsatz von Elektrofahrzeugen bei der Stadtverwaltung noch keine große Rolle gespielt. Ab 2010 gab es für einige Jahre ein kleines Elektroauto, das die Ele der Stadt zur Verfügung gestellt hatte. Die Kaufoption wurde dann aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht in Anspruch genommen. Das Auto habe man für Fahrten innerhalb Gladbeck und in die Nachbarstädte genutzt und damit auch durchweg positive Erfahrung.

Die Fördermittel sind beantragt

Nun will man in Gladbeck beim Thema Elektromobilität aber auf jeden Fall mehr Fahrt aufnehmen. Darüber hinaus hat die Stadt Fördermittel beim Bund beantragt, um ein Elektromobilitätskonzept zu erstellen. „Wir rechnen eigentlich täglich mit der Bewilligung“, erklärte Klaas Rudy. Mit dem Konzept soll ein Fachbüro beauftragt werden. Inhaltlich geht es dabei erst einmal darum, die Ist-Situation zu erfassen.

Darüberhinaus sollen dann Optionen wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Gladbeck sowie die Nutzung von E-Fahrzeugen und Pedelecs beim städtischen Fuhrpark erarbeitet werden. Damit einher geht auch die Einrichtung von Ladesäulen an städtischen Gebäuden, um die neue Strom-Flotte auch „betanken“ zu können. Geprüft werden soll zudem auch die mögliche Umsetzung eines Carsharingsystems.

Wichtig ist auch die Öffentlichkeitsarbeit

Ein weiterer wichtiger Punkt: Gewerbe- und Industriebetriebe mit großem Fuhrpark sollen Beratung bei der Anschaffung und Nutzung von Elektrofahrzeugen erhalten. Angekurbelt werden soll natürlich auch die Öffentlichkeitsarbeit, damit möglichste viele Bürger in Gladbeck mit der Thematik beschäftigen.

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