Karstadt/Hertie

Stadt dringt auf mehr Sicherheit beim Kaufhaus-Abriss

Deutlich geschrumpft ist die Front des ehemaligen Karstadt-Parkhauses an der Lambertistraße. Es wird jetzt mehr gesperrt und aufgepasst, heißt es. Fotos:Georg Meinert

Deutlich geschrumpft ist die Front des ehemaligen Karstadt-Parkhauses an der Lambertistraße. Es wird jetzt mehr gesperrt und aufgepasst, heißt es. Fotos:Georg Meinert

Gladbeck.  Treffen mit der Abrissfirma „TG Umwelttechnik“. Voraussichtlich zum Ende der Woche wird die Friedrich-Ebert-Straße komplett gesperrt.

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Die Stadt will ab sofort verstärkt ein Auge darauf haben, dass die Verabredungen in Sachen Sicherungsmaßnahmen rund um den Karstadt-Abriss auch umgesetzt werden.

Das sagte der städtische Chefkommunikator Peter Breßer-Barnebeck am Montag nach einem Treffen an der Abrissruine zwischen Verwaltung und der Abrissfirma „TG Umwelttechnik GmbH“. Die Stadt habe nach dem unkontrollierten Zusammenbruch eines Teils des Parkhauses am Freitag (WAZ berichtete) engere Sicherungsmaßnahmen veranlasst. „Wir wollen lieber etwas mehr sperren als zu wenig, es geht um die Sicherheit der Bürger.“

Demnach sollen die Straßen bei Abrissarbeiten direkt an den Fahrbahnen immer mit Flatterband gesperrt werden. Außerdem sollen TG-Mitarbeiter in Warnwesten aufpassen. Wenn voraussichtlich Donnerstag und Freitag die Eckfront des Parkhauses (dort, wo früher die Apotheke integriert war) fällt, wird die Friedrich-Ebert-Straße ab Kreisverkehr Humboldtstraße Richtung Süden komplett gesperrt. Auch die Lambertistraße wird gesperrt in Höhe Karstadt-Zufahrt. Auf der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Norden darf der Verkehr aber bis zur Sparkasse fahren, so Breßer-Barnebeck.

Implementum-Investor verhält sich zurückhaltend

Wenn der Abriss der Fassade an der Hochstraße erfolgt (nicht während des Schützenfestes, das Freitag auf dem Rathausplatz beginnt), wird es auch dort Einschränkungen für die Passanten geben. Die Hochstraße wird dazu auf der Fassadenseite gesperrt, auf der gegenüber liegenden Seite unter den Arkaden wird es aber einen Durchgang geben. „Alle Geschäfte sollen erreichbar bleiben“, so Breßer-Barnebeck. Zum Schutz soll ein Kran zusätzlich eine mobile, riesige Matte vor die Fassade halten. Damit soll verhindert werden, dass Spritzwasser, Staub oder sogar Steinstücke unkontrolliert auf die Hochstraße fallen.

Zurückhaltend äußerte sich Volker Busse, Geschäftsführer der Implementum GmbH, die das Karstadt-Areal neu bebaut und den Abriss beauftragt hat, zu dem unkontrollierten Zusammenbruch des Parkhauses am Freitag und den fehlenden Sperrungen. „Wir haben immer gute Erfahrungen mit der Firma TG gemacht“, sagte er der WAZ.

Am Freitag war – wie berichtet – der mittlere Teil der Parkhausfront unkontrolliert zusammengefallen. Nur durch Glück – so Augenzeugen – waren Fassadenteile nicht nach vorn auf die Straße gefallen, die nicht gesperrt war. Die Firma hatte von „unglücklichen Umständen“ gesprochen, da bei den Abrissarbeiten ein alter Stützpfeiler ungeplant eingeknickt war und in der Folge ein Teil des Parkhauses.

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