Spracherwerb

Sprachpaten sollen Kita-Kinder in Gladbeck unterstützen

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Gelungenes Beispiel: In Duisburg wird seit geraumer Zeit ein Sprachpaten-Projekt des Kinderschutzbundes durchgeführt, das Kinder beim Spracherwerb unterstützt (Archivbild).

Gelungenes Beispiel: In Duisburg wird seit geraumer Zeit ein Sprachpaten-Projekt des Kinderschutzbundes durchgeführt, das Kinder beim Spracherwerb unterstützt (Archivbild).

Foto: Lars Heidrich / FFS

Gladbeck.  Lokalpolitiker der Gladbecker SPD regen ein Sprachpaten-Projekt an. Kinder sollen Entwicklungsrückstände im Bereich Sprache aufholen.

Zum Thema „Sprachentwicklungsrückstände der Kinder im Übergang KiTa zu Grundschule“ hat sich der Vorsitzende des Schulausschusse, Dustin Tix, jetzt mit einer Anfrage an Bürgermeisterin Weist gewandt. Grundsätzlich geht es um die Möglichkeit, ein Pilotprojekt mit Sprachpaten durchzuführen.

Sprache sei der Schlüssel zu guter Bildung, „trotzdem sprechen noch viel zu viele Kinder in Gladbeck Schlechtes oder gar kein Deutsch, wenn sie in die Schule kommen. Das gilt nicht nur für Kinder von Gladbeckerinnen und Gladbeckern mit Migrationshintergrund“, schreiben Tix und Ute Pawlicki von der SPD-Ratsfraktion. Schon jetzt werde Sprache in den Gladbecker Schulen und Kitas besonders gefördert. Unter anderem durch die Unterstützung der Schulen durch Sozialarbeiter*innen oder das übergreifende Projekt des Rucksack Programms in KiTa und Grundschule, stellen die Lokalpolitiker fest.

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Sprachpaten in jedem Gladbecker Stadtteil, an jeder Kita und Schule

Im Zuge der Corona Pandemie seien für die Kinder in den Bildungseinrichtungen aber wichtige Elemente zum Spracherwerb weggebrochen. Zum Teil durch Schließungen der Einrichtungen im Lockdown oder durch Maßnahmen, die unerlässlich zur Gesunderhaltung getroffen werden mussten. Kinder benötigen aber im emotionalen Spracherwerb die Mimik des Gesichtes, welche unter der Pandemie durch das Tragen einer Gesichtsmaske im Verborgenen gelegen habe. „Professionelle und ehrenamtliche Sprachpaten in jedem Gladbecker Stadtteil, in jeder Schule und an jeder Kita können einen Beitrag zum Spracherwerb leisten“, so die Lokalpolitiker.

Mitmachen könnten Eltern, Großeltern oder einfach nur freiwillige Gladbeckerinnen und Gladbecker, die zweisprachig sind und Kindern in ihrem Stadtteil helfen, Sprachdefizite zu überwinden. In diesem Zusammenhang wird die Bürgermeisterin um Antwort gebeten, wie die Stadtverwaltung zu der Idee steht, ob ein Pilotprojekt vorstellbar sei und ob in der Pandemie bereits spezielle Maßnahmen zum Spracherwerb eingeleitet wurden.

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