Schule

So hat der 17-jährige Jan Redlich seine Schule digitalisiert

Der 17-jährige Schüler Jan Redlich hat ein Online-Portal für die Anmeldung zum Elternsprechtag an seinem Gymnaisum entwickelt.

Foto: Oliver Mengedoht

Der 17-jährige Schüler Jan Redlich hat ein Online-Portal für die Anmeldung zum Elternsprechtag an seinem Gymnaisum entwickelt.

Gladbeck.   Gymnasiast entwickelte Plattform, über die sich Eltern zum Elternsprechtag anmelden können. Das war nicht die erste Idee des Jung-Programmierers.

Die Idee hatte Jan Redlich schon lange. Im Bereich der Schul-IT hatte der 17-Jährige schließlich schon einiges auf den Weg gebracht (siehe Kasten). Jetzt hat der Schüler des Ratsgymnasiums dafür gesorgt, dass Eltern sich ganz einfach einen Termin für den Elternsprechtag sichern können. Über eine Online-Plattform.

Zettel zur Anmeldung haben damit am Ratsgymnasium ausgedient. Im Vorfeld des Sprechtags hatten Schüler nun vielmehr Zugangsdaten für die neue Plattform bekommen. Einmal eingeloggt, können Eltern dort den Lehrer auswählen, bei dem sie einen Termin machen wollen und direkt sehen, welche Zeiten dafür noch möglich sind. Ein Termin beim Klassenlehrer ist ihnen jetzt sicher: Die Vergabe ist in zwei Phasen aufgeteilt, in der ersten Phase werden Zeiten beim Klassenlehrer für die gesamte Klasse geblockt und erst in einer zweiten Phase für andere Schüler freigegeben.

Wissen hat sich Jan Redlich selbst angeeignet

„Das ist schon ziemlich professionell. Ein Entwickler hätte das nicht besser machen können“, lobt der Schulleiter das Projekt des Jung-Programmierers. Auch in der Schulverwaltung entfalle nun ein enormer Organisationsaufwand. Auf die Datensicherheit hatten Schule und Programmierer viel Wert gelegt. So ist nicht der Name der Eltern zu sehen, die eine entsprechende Uhrzeit belegen. In der Liste erscheint einfach nur „belegt.“

Seit vielen Jahren hat sich Jan Redlich sein Wissen selbst angeeignet. „Das hab ich mit alles selbst beigebracht. Das Internet und Bücher waren dabei wichtige Quellen für mich“, sagt der Gymnasiast. Die Rückmeldung der Eltern auf das neue System sei sehr positiv. „Diese Möglichkeit gilt als selbstbestimmter“, sagt Pocha.

Testlauf für die Plattform

Um das System auszuprobieren, hatte es zunächst einen Testlauf gegeben. Dabei sei das Problem aufgefallen, dass bei den vergebenen „kryptischen Passwörtern“ das kleine „L“ nicht vom großen „i“ zu unterscheiden gewesen sowie der Buchstabe „O“ nicht von der Zahl „0“. „Das Problem habe ich aber gelöst“, sagt Redlich.

Im nächsten Jahr macht er sein Abitur. Wie es danach weitergehen soll, weiß er noch nicht sicher. Aber: „Es soll auf jeden Fall in den Informatik-Bereich gehen.“ Dabei möchte er sich nicht nur aufs reine Programmieren, sondern auch aufs Optimieren sowie auf Layout und Design von Produkten konzentrieren. Am Ratsgymnasium gebe es für Redlich nichts mehr zu digitalisieren. „Die Infrastruktur ist jetzt digital“, sagt der 17-Jährige. „Ich habe alles abgearbeitet.“

>>>> 17-Jähriger entwickelte auch eine App für seine Schule

Jan Redlich hat für seine Schule schon einiges programmiert. Als 13-Jähriger entwickelte er die „Rats-App“.

Schüler können dort etwa im Online-Vertretungsplan nachgucken, ob Stunden ausfallen oder verlegt werden. Er sorgte auch dafür, dass der s tändig aktualisierte Plan im Internet landet.

Parallel habe er die Homepage seines Gymnasiums erneuert.

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