Nachgefragt

Schulleiterin: „Weitergegebene Burkinis sind unhygienisch“

Ein muslimisches Mädchen in einem Ganzkörper-Bandeanzug (Burkini).

Foto: Rolf Haid/dpa

Ein muslimisches Mädchen in einem Ganzkörper-Bandeanzug (Burkini). Foto: Rolf Haid/dpa

Gladbeck.   Ein Herner Gymnasium hat für Muslima zum Schwimmunterricht Burkinis angeschafft. Alrun ten Have von der Gesamtschule hält nichts von dieser Idee.

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Ein Herner Gymnasium hat für den Schwimmunterricht Burkinis für muslimische Mädchen angeschafft. Wir haben Alrun ten Have, die Leiterin der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck gefragt, was sie von der Idee hält.

1 Ist es für Sie denkbar, Burkinis anzuschaffen?

Nein, für uns kommt das auf keinen Fall in Frage. Das ist einfach unhy­gienisch.

Wir verleihen ja auch keine Badeanzüge, und Blasinstrumente im Musikunterricht werden auch nicht weitergegeben.

Wenn ein Kind den Wunsch hat, in einem Burkini zu schwimmen, gehe ich davon aus, dass die Eltern diesen selbst besorgen.

2 Gibt es an Ihrer Schule die Problematik, dass muslimische Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen wollen?

Mir ist kein Fall bekannt. Muslimische Kinder schwimmen bei uns ganz normal im Badeanzug.

Allerdings gibt es bei uns nur in der sechsten Klasse Schwimmunterricht, da sind die Mädchen elf oder zwölf Jahre alt. Natürlich gibt es immer wieder Kinder, die sich generell vor dem Schwimmunterricht drücken, weil sie unsportlich sind oder sich zu dick fühlen und sich dann genieren.

3 Hätten Sie denn etwas dagegen, wenn ihre Schülerinnen im Burkini schwimmen?

Wenn eine Schülerin der Ansicht ist, sie müsse sich anders kleiden, dann kann sie das tun. Unsere Schülerinnen dürften auch im Burkini schwimmen, da gibt es ja kein Verbot. Allerdings muss die Sicherheit gewährleistet sein.

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