Bildung

Schullandschaft in Gladbeck soll weiterentwickelt werden

Unterricht an der Lambertischule.

Unterricht an der Lambertischule.

Foto: Christoph Wojtyczka

Gladbeck.   Herausforderung Migration: Die Weichen für ein leistungsfähiges Schulsystem in Gladbeck sollen gestellt werden. Dazu sind Workshops geplant.

Ein aktuell zu erarbeitendes Leitbild zur „Weiterentwicklung der Gladbecker Schullandschaft“ soll innerhalb eines Jahres im Rahmen von sechs Workshops von diesem bis zum Juni 2020 erarbeitet werden. Der Schulausschuss beschloss als zuständiges Fachgremium jetzt einstimmig, dass der Haupt- und Finanzausschuss dafür 18.000 Euro frei geben soll.

Ziel ist es, unter den veränderten demografischen und finanziellen Bedingungen die Weichen zu stellen, um ein leistungsfähiges Schulsystem in Gladbeck zu erhalten und dieses gemeinsam mit den Schulen qualitativ weiter zu entwickeln.

Externe Experten sollen den Prozess begleiten

Dieser Prozess, in den Schulverwaltung, Schulaufsicht, Jugendhilfe und die Schulen eingebunden werden, soll durch zu engagierende externe Experten begleitet werden.

Durch die gemeinsame Diskussion, Analyse und Kräftebündelung solle ein Leitfaden entstehen, so Bildungsamtsleiterin Bettina Weist, „um durch ein ganzheitliches Bildungsverständnis zum Wohl der Kinder zu handeln“. Dies beginne bereits beim Übergangsprozess vom Kindergarten in die Schule.

Viele i-Dötze mit Migrationshintergrund

Die Herausforderungen seien groß, wenn im Einschulungsjahrgang für 40 Prozent der i-Dötze mit Migrationshintergrund Deutsch die Zweitsprache sei. Man wolle Antworten zu den Fragen entwickeln, wie die Bildungsquote verbessert, die Abschulungsquote an den weiterführenden Schulen verringert und wie Kinder gut beim Lernen motiviert werden können.

Man wolle auf der Grundlage der guten Zusammenarbeit für die 2011 mit den Grundschulen veröffentlichte Broschüre „Ein Blick“ aufbauen, die bereits wichtige Handlungsfelder ins Auge fasste: Pädagogische Qualität, Schule als Lebensraum, Inklusion und Migration sowie Elternarbeit und Partizipation.

Der Leitfaden solle Empfehlungen geben, aber kein Ersatz für den Schulentwicklungsplan sein, so Schuldezernent Rainer Weichelt. Berater und Workshops sollen aus dem Topf des Gladbecker Bündnis’ fur Familien finanziert werden.

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