Hundesport

Schäferhundverein informiert in Gladbeck über Stöberarbeit

„Fynn vom Dahlhäuser Schlosspark" beherrscht die Stöberarbeit schon ziemlich gut.

„Fynn vom Dahlhäuser Schlosspark" beherrscht die Stöberarbeit schon ziemlich gut.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Beim Schäferhundverein an der Kösheide findet Ende Mai ein Stöber-Pokalkampf statt. Wer mehr über die Nasenarbeit wissen möchte, ist willkommen.

Eine Hundenase ist ein echtes Hochleistungsorgan. Über den Geruchssinn erhält ein Hund alle wichtigen Informationen, und er kann sogar stereo riechen! Bei der Stöberarbeit kann ein Vierbeiner so richtig zeigen, was er alles erschnuppern kann.

Auf dem Hundeplatz an der Kösheide wird fleißig trainiert

Beim Stöber-Pokalkampf, zu dem der Schäferhundeverein Brauck am 30. Mai einlädt, starten die vierbeinigen Könner auf diesem Gebiet. Mit ihren Menschen bilden sie ein gutes Team – und das Aufstöbern und Anzeigen von Gegenständen, die ein Mensch berührt hat, haben sie schon bestens verinnerlicht. Auf dem Gelände des Schäferhundevereins an der Kösheide wird derzeit fleißig trainiert für den großen Prüfungstag.

Doch auch, wer für seinen Hund und sich selbst eine neue Beschäftigung sucht, ist auf dem Hundeplatz herzlich willkommen. Ausbilder Egon Baumgart ist ein Experte in Sachen Stöberarbeit.

Als Polizeihauptkommissar in einer Diensthundestaffel hat er reichlich Erfahrung gesammelt. Denn, egal ob beim Zoll, der Polizei oder in der Rettung: Dort stöbern die Hunde hauptberuflich.

„Ein Hund findet einen verlorenen Autoschlüssel in der Regel viel schneller als wir“

Doch auch in der Freizeit, weiß Baumgart, ist die Stöberarbeit ein tolle Beschäftigung, die noch dazu den Menschen und seinen Hund zu einem guten Team zusammenschweißt.

„Für diese Art der Hundearbeit benötigt man auch nicht viel Platz. Und sie hat durchaus Vorteile, denn ein Hund findet den verlorenen Autoschlüssel in der Regel viel schneller wieder als man selbst“, sagt Egon Baumgart vom Schäferhundeverein. Und: Wer sich fürs Stöbern interessiert, der kann mit ersten Übungen auch im heimischen Garten beginnen.

Haben Hund und Mensch Gefallen daran gefunden, kann man an Übungseinheiten zum Beispiel auch auf dem Hundeplatz an der Kösheide teilnehmen. Mit den Hunde-Experten an der Seite lernen Zwei- und Vierbeiner den Schwierigkeitsgrad zu steigern – auf einem größeren Stöberfeld und mit mehreren Gegenständen, die zudem auch kleiner sind als bei den ersten Versuchen.

Nach jedem Erfolg gibt es ein Lob - und ein Leckerchen

Zudem erfährt der Mensch, wie er seinen Hund konzentriert auf die Arbeit vorbereitet und dann korrekt ins Stöberfeld schickt. Der Hund muss jeden gefundenen Gegenstand einzeln anzeigen und darf erst dann weitersuchen, wenn der Mensch das entsprechende Kommando gibt. Höchste Konzentration ist also angesagt – vor allem natürlich, wenn man sich auf einen Pokalkampf vorbereitet. Dabei merkt man den Hunden auch den Spaß am Stöbern an. Und das nicht nur, weil’s natürlich nach jedem Erfolg ein freudiges Lob vom Hundeführer gibt. Und manchmal auch ein Leckerchen.

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