Demenz

„Runder Tisch Demenz“ zeigt Film über das Leben Betroffener

Mitglieder des Vorbereitungsteams (v. l.): Cemile Tosun (Stadtverwaltung), Gudrun Müller (Patientenbegleitung), Sabine Prittwitz (SHG Angehörige von Alzheimer-Patienten), Joachim Georg (Diakonisches Werk), Dr. Heinz-Dieter Oelmann (KKEL) und Neuropsychologin Melanie Meyer.

Foto: Udo Gottschalk

Mitglieder des Vorbereitungsteams (v. l.): Cemile Tosun (Stadtverwaltung), Gudrun Müller (Patientenbegleitung), Sabine Prittwitz (SHG Angehörige von Alzheimer-Patienten), Joachim Georg (Diakonisches Werk), Dr. Heinz-Dieter Oelmann (KKEL) und Neuropsychologin Melanie Meyer. Foto: Udo Gottschalk

Gladbeck.  Der „Runde Tisch Demenz“ lädt zum siebten Forum ins Kommunale Kino ein.An diesem Tag wird auch der aktualisierte „Wegweiser“ vorgestellt.

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Seit sieben Jahren gibt es den „Runden Tisch Demenz“, an dem sich Mitglieder aller Berufsgruppen und Organisationen treffen, die mit diesem Thema befasst sind. Einmal jährlich bietet der Runde Tisch ein „Gladbecker Demenzforum“ an, das unterschiedliche Aspekte im Zusammenhang mit der Erkrankung beleuchtet. So gab es z. B. Vorträge aus medizinischer Sicht, über Wohnformen für demenziell Erkrankte und über Rechtsfragen.

Beim siebten Forum am Mittwoch, 22. November, gehen die Fachleute das Thema einmal ganz anders an: Im Kommunalen Kino in der Stadtbücherei, Friedrich-Ebert-Straße 8 (barrierefrei erreichbar), zeigen sie den Film „Eines Tages . . .“ mit Horst Janson, Annekathrin Bürger und Heinrich Schafmeister in den Hauptrollen. Der Streifen aus dem Jahr 2009 schildert in drei ineinander verwobenen Episoden das Schicksal von Menschen, die von Demenz betroffen sind – selbst oder als Angehörige: Da sind der Architekt, der an sich erste Symptome der Erkrankung bemerkt, die Geschwister, die feststellen, dass ihre Mutter nicht mehr allein für sich sorgen kann, und schließlich die Ehefrau, die sich aufopferungsvoll um ihren kranken Ehemann kümmert und sich dabei selbst vergisst. Schicksale, die es so oder ähnlich auch in vielen Gladbecker Familien gibt.

Bürgermeister ist der Schirmherr

Zum Start des Demenzforums sind die Besucher ab 15 Uhr zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Ulrich Roland, dem Schirmherrn des Rundes Tisches, gibt Dr. Heinz-Dieter Oelmann, Chefarzt der Neurologischen Klinik am St. Barbara-Hospital, eine Einführung ins Thema, bevor die Filmvorführung beginnt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich mit Experten fachlich und menschlich auszutauschen.

Die Veranstalter nutzen den Rahmen des Filmcafés auch, um den neuen „Wegweiser Demenz“ vorzustellen. Der wichtige Ratgeber, der 2009 erstmals herausgegeben wurde, ist in einer aktualisierten dritten Auflage erschienen. Auf 30 Seiten enthält die Broschüre Informationen über die Erkrankung Demenz und die Diagnoseverfahren, listet Beratungsstellen mit Ansprechpartnern auf, verweist auf nichtmedikamentöse Therapien, die den Krankheitsverlauf verlangsamen können, nennt Selbsthilfe- und Angehörigengruppen. Die Leser erfahren zudem, welche ambulanten und stationären Hilfen es gibt.

Der „Wegweiser Demenz“ liegt nach dem Filmcafé an vielen öffentlichen Stellen im Stadtgebiet aus und ist kostenlos erhältlich.

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