Infoveranstaltung

„Runder Tisch Demenz“ lässt in Gladbeck niemanden alleine

Sie bilden das Gladbecker „Demenz“-Netzwerk. Hinten: Sabine Prittwitz (Malteser), Joachim Georg (Diakonisches Werk), Gabriele Holtkamp-Buchholz (Caritasverband), Markus Specking (Eduard-Michelis-Haus). Vorne von links: Gabriele Brosker (Awo), Melanie Meyer (St.-Barbara-Hospital), Gudrun Müller (Patientenbegleitung) und Cemile Tosun (Stadt Gladbeck).

Sie bilden das Gladbecker „Demenz“-Netzwerk. Hinten: Sabine Prittwitz (Malteser), Joachim Georg (Diakonisches Werk), Gabriele Holtkamp-Buchholz (Caritasverband), Markus Specking (Eduard-Michelis-Haus). Vorne von links: Gabriele Brosker (Awo), Melanie Meyer (St.-Barbara-Hospital), Gudrun Müller (Patientenbegleitung) und Cemile Tosun (Stadt Gladbeck).

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Das Netzwerk aus Experten veranstaltet das achte Demenzforum. Es geht um Alltagshilfen, Digitalisierung und moderne Techniken für Betroffene.

Der „Runde Tisch Demenz“ lädt am 23. Oktober zum achten Gladbecker Demenzforum ein. Die Gründung des Zusammenschlusses aus Fachleuten, Organisationen und Selbsthilfegruppen liegt inzwischen zehn Jahre zurück.

Seit Rudi Assauer ist Demenz kein generelles Tabu-Thema mehr

„Es ist ein produktives Netzwerk“, stellt Gabriele Brosker von der Awo-Tagespflege Haus Küster fest. Von Beginn an arbeitet man Hand in Hand. „Wir wollten das Thema ins Gespräch bringen“, erinnert sich Gabriele Holtkamp-Buchholz, Senioren-Abteilung des Caritasverbands, an die Anfänge. Mittlerweile ist es ein Thema in Gladbeck. Spätestens seitdem Rudi Assauer seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich machte, ist Demenz kein generelles Tabu-Thema mehr. Aber: „Die Aufklärungsarbeit wird nicht aufhören“, sagt Cemile Tosun von der städtischen Seniorenberatung.

Vortrag thematisiert Digitalisierung und Alltagshilfen

Die Diagnose ist nicht nur für Betroffene oft ein Schock. Bei der Betreuung und Pflege geraten viele Angehörige an ihre Grenzen. Der „Runde Tisch Demenz“ hat immer ein offenes Ohr für alle Sorgen, Ängste und Nöte. „Die Leute sollen merken, dass sie nicht alleine sind“, meint Gabriele Holtkamp-Buchholz. Ein wichtiger Ratgeber ist der „Wegweiser Demenz“mit Angeboten, Beratung, Kontaktadressen und Ansprechpartnern, der an vielen öffentlichen Stellen im Stadtgebiet ausliegt.

Diesmal wurde Ringo Schoepke als Referent eingeladen. Er leitet beim Kreis Recklinghausen das Projekt „DigiQuartier“, das als Modell in Castrop-Rauxel, Dorsten und Herten umgesetzt wird. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein digitalisiertes und vernetztes System für Jüngere, Ältere, Pflegebedürftige und Pflegende in einem Quartier. Deshalb wird der Schwerpunkt seines Vortrags auf Digitalisierung sowie auf die moderne Technik für Menschen mit Demenz liegen. „Er wird unter anderem Alltagshilfen für Betroffene und Angehörige vorstellen“, so Cemile Tosun. Im Anschluss des Vortrags stehen Fachleute des Netzwerkes bei Nachfragen ausführlich Rede und Antwort. Es wird auch Möglichkeiten für Einzelgespräche geben.

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei

Der Gladbecker „Runde Tisch Demenz“ besteht aus Pflegediensten, Ärzteverein, Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonisches Werk, Eduard-Michelis-Haus, Katholische Kliniken Emscher-Lippe GmbH, Patientenbegleitung, Selbsthilfegruppe Angehörige, Seniorenbeirat und städtische Seniorenberatung.

>> Der Termin: 23. Oktober um 15 Uhr im Fritz-Lange-Haus

Das achte Gladbecker Demenzforum findet am Mittwoch, 23. Oktober, um 15 Uhr im Fritz-Lange-Haus, Friedrichstraße 7, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich.

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