Strassen der Stadt

Rockwoolstraße würdigt Engagement eines Weltkonzerns

Die Rockwoolstraße verläuft von der Bottroper Straße bis zur Möllerstraße vorwiegend entlang des einstigen Siemensgeländes. Fotos:Oliver Mengedoht

Die Rockwoolstraße verläuft von der Bottroper Straße bis zur Möllerstraße vorwiegend entlang des einstigen Siemensgeländes. Fotos:Oliver Mengedoht

Gladbeck.  Die 1961 gebaute Straße hieß bis 1997 „Siemensstraße“. Der heutige Straßenname ist auf den Schildern orthografisch falsch geschrieben.

Die Rockwoolstraße an der Nahtstelle von Ellinghorst, Rentfort und Schultendorf zählt zu den jüngeren Straßen und ist der gewerblich-industriellen Entwicklung dieses Teils des Stadtgebietes geschuldet.

Sie entstand zwischen 1961 und 1963 als Verlängerung der Möllerstraße zur gleichen Zeit, als der Weltkonzern Siemens nach Gladbeck kam und ab 1961 östlich der neuen Straße ein großes Werk baute. Kein Wunder, dass der Rat der Stadt Ende 1963 beschloss, der Straße den Namen „Siemensstraße“ zu geben.

Stadt änderte aus Verärgerung über Siemens den Namen

1997 erfolgte die Umbenennung in Rockwoolstraße, nachµdem der Münchener Weltkonzern der Stadt die kalte Schulter gezeigt hatte und – trotz aller Versprechen und trotz zahlreicher Proteste – die Produktioµn in Gladbeck einstellte und die Stadt verließ. Der Rat würdigte daraufhin mit der Straßenumbenennung einem anderen Weltkonzern für sein Engagement in Gladbeck.

Immerhin produziert die Deutsche Rockwool schon seit 1954 in Gladbeck und hat gegenüber der Einmündung der Rockwoolstraße in die Bottroper Straße sein Stammwerk. Und am anderen Ende der Rockwoolstraße ist die Firmenzentrale von Rockwool angesiedelt.

Duden lässt nur die Schreibweise „Rockwoolstraße“ zu

Auffällig an den heutigen Straßenschildern ist die falsche Schreibweise des Straßennamens: Statt orthografisch richtig „Rockwoolstraße“ heißt es falsch auseinandergeschrieben „Rockwool Straße“. Laut Duden schreibt man zusammengesetzte Straßennamen zusammen. Getrennt schreibt man sie, wenn eine Ableitung auf „-er“ eines Orts- oder Ländernamens vorliegt.

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