Theaterpreis

Publikumspreis: Wer gewinnt bei den Gladbecker Theatertagen?

Regisseur Jens Dornheim hatte für das Ensemble „Glassbooth“, das im Magazin an der Gladbecker Talstraße auf die Bühne kam, das Stück „Willems Wilde Welt“ geschrieben. Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Regisseur Jens Dornheim hatte für das Ensemble „Glassbooth“, das im Magazin an der Gladbecker Talstraße auf die Bühne kam, das Stück „Willems Wilde Welt“ geschrieben. Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

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Gladbeck.  Bei der Premiere der Gladbecker Theatertage wird eines der drei beteiligten Ensembles den Publikumspreis erhalten. Er ist mit 500 Euro dotiert.

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Die Premiere des ersten Gladbecker Theaterfestivals im Magazin ist über die Bühne gegangen. Insgesamt gut 160 Zuschauer, so schätzt Hausherrin Susanne A. Schalz, sahen die drei Stücke in der Mini-Reihe. Wie sie bei den Besuchern ankamen? Die Auszählung der Bewertungskarten wird’s zeigen – und entscheiden, wer den Publikumspreis bekommt.

Das Publikum vergibt von 0 bis 10 Punkte pro Theaterstück

Diese Auszeichnung wird am Freitag, 5. Juli, 19.30 Uhr, im Magazin an der Talstraße verliehen. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Der Stifter des Betrags möchte laut Susanne A. Schalz anonym bleiben. Die Künstlerin erklärt: „Wir haben Abstimmungszettel verteilt, auf denen die Gäste ankreuzen konnten, wie ihnen das jeweilige Stück gefallen hat.“ Die Skala reichte von 0 bis 10, wobei die höchste Punktzahl für ein Super-Urteil steht. „Die Zuschauer haben die ganze Bandbreite genutzt“, verrät Susanne A. Schalz. Mehr als 100 Rückmeldungen gab’s auf die Abstimmungsaktion. Der persönliche Eindruck zählte: Was den einen gefallen hat, löste bei anderen keine Hurra-Schreie aus. „Die Stücke wurden sehr kontrovers diskutiert“, so die Künstlerin.

Den Auftakt des dreitägigen Theaterfestivals – eine Idee des Gladbecker Vereins zur Unterstützung der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft/ Vlipp – machte „Eine Sommernacht“ des Ensembles DispoDispo!, es folgte „Willems Wilde Welt“, das Glassbooth ins Magazin brachte. Diese Produktion stieß zahlenmäßig aus die stärkste Resonanz bei den Festival-Beiträgen. Susanne A. Schalz: „Das Stück hat Glassbooth-Regisseur Jens Dornheim selbst geschrieben.“ Als dritte Gruppe im Bunde spielte das Trias Theater Ruhr mit „Das Interview“ um die Publikumsgunst.

„Der Preis gehört nicht nur den Darstellern, sondern auch den Mitwirkenden hinter der Bühne“, stellt Susanne A. Schalz klar. Denn auch wer nicht im Rampenlicht stehe, trage zum Gelingen einer Theater-Produktion bei. Als da wären Techniker, Bühnen- und Kostümbildner sowie viele mehr. Etliche Theater-Fans hatten nach Schalz’ Beobachtung das Angebot „Drei für zwei“ genutzt: Also Karten für nur zwei Aufführungen zahlen, den Besuch der dritten gab’s gratis obendrauf.

Die Künstlerin öffnet ihr Atelier für kreative Köpfe verschiedener Sparten

Die Künstlerin öffnet ihre kreative Wirkungsstätte gerne für Kunst verschiedener Sparten. So lud Schalz beispielsweise im vorigen Jahr zur einer Tanz-Performance ein. Dabei kooperiert die gebürtige Essenerin, die bereits seit Jahren in Gladbeck zu Hause ist und sich über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen mit ihren Werken „Pott in Farbe“ geschaffen hat, gerne mit anderen einfallsreichen Köpfen – wie Stephanie Roos, die persönliche Kontakte zu Ausnahmekünstlern in der Tanz-Sparte hat.

Die Verbindung zum Tanz schwirrt Susanne A. Schalz und ihrem Mann Carsten Rothert weiter im Kopf herum. Ihre Idee: „Wir würden gerne abwechselnd mal ein Tanz- und mal ein Theaterfestival pro Jahr ins Magazin holen.“

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