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Pfadfinder backen und putzen für gemeinsame Aktivitäten

Die Pfadfinderinnen Lisa (10) und Cassandra (11) liefern die frisch gebackenen Waffeln mit dem Fahrrad aus.

Foto: Thomas Gödde

Die Pfadfinderinnen Lisa (10) und Cassandra (11) liefern die frisch gebackenen Waffeln mit dem Fahrrad aus.

Gladbeck.  Pfadfinder sind kreativ, um Mittel für ihre Aktivitäten zu erwirtschaften. In Ellinghorst gab es ein Waffeltaxi, in Butendorf putzten sie Autos.

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Jeden Tag eine gute Tat. Das ist der Vorsatz der Pfadfinder. Die Wölflinge und Jungpfadfinder in Ellinghorst und Butendorf haben sich am Wochenende ein kleines Polster guter Taten angelegt, und dabei sogar noch ihre Konten aufgebessert.

Mit Staubsauger und Poliertüchern legten am Samstag die Heilig-Kreuzler los. Ein guter Termin für die große Innenreinigungs-Aktion, immerhin legte das schöne Wetter einen Frühjahrs-Putztag nahe. Die Arbeit wird sich auszahlen, denn der Erlös der Aktion fließt in Gruppenaktivitäten.

Ellinghorster können Waffeln bestellen

So halten es auch die Ellinghorster, die ebenfalls auf Dienstleistung setzen – aber eher für Genießer. Mit ihren Waffeltaxis versorgen sie Menschen in Ellinghorst mit frischem Gebäck. Dafür verzichtet Christopher sogar auf einen spannenden Nachmittag vor der Glotze.

„Wehe, mir sagt einer das Ergebnis“, ruft er. Ob er es schafft, Waffeln auszuliefern ohne mitzubekommen, dass Schalke beim Derby gegen den BVB in Führung geht? Wohl kaum, wo doch auch in Ellinghorst blau-weiß geflaggt ist.

Die Jungs fahren bis nach Rentfort-Nord

Mehr als 100 Waffeln sind bereits vorbestellt, weitere werden im Laufe des Nachmittag wohl telefonisch geordert werden. Die Zettel mit den Lieferadressen haben die Leiterinnen Sabrina Herden (31) und Pia van Heumen (26) ordentlich vorbereitet, wenn die Waffelpakete fertig sind, kleben sie diese Zettel darauf, und die Kinder sausen mit ihren Rädern los, von der Elisabethstraße in den Stadtteil.

Die weiteste Strecke an diesem Tag wird Christopher, Veit und Julian bis nach Rentfort-Nord führen. Sogar an der Berliner Straße sind Waffeln aus St. Elisabeth beliebt.

Unterwegs im eigenen Stadtteil

Aber eigentlich beschränkt sich das Lieferangebot auf Ellinghorst. Und das kommt den Lieferantinnen Charlotte, Lara, Lisa, Cassandra, Finja und den drei Jungs zu Pass, denn im Stadtteil kennen sie sich aus. Klar, dass unter den Bestellern auch einige Bekannte sind.

Charlotte zum Beispiel wird später endlich mal wieder ihre Uroma besuchen, mit leckeren Waffeln. Nur mitessen darf die Achtjährige nicht, schließlich wollen die anderen Ellinghorster auch zu Kaffeezeit beliefert werden.

Chayenne und Michelle wollen schöne Herzchen backen

Am Waffeleisen bemühen sich Chayenne (12) und Michelle (12), besonders schöne Herzchen auszubacken. Ruckzuck geht das, und schon muss neuer Teig her.

In unregelmäßiges Abständen organisieren die Pfadfinder solche Aktionen. „Es kommt darauf an, wie viel Geld wir in der Kasse haben“, sagt Finja (10). „Diesmal wollen wir einen Ausflug machen“, erklärt Cassandra (11) den Hintergrund. Den Waffelsonntag hätten sie recht spontan organisiert, sagt Sabrina Herden.

Die freiwilligen Helfer verständigen sich per Chatgruppe via Whats-App, wer Zeit hat, macht eben mit. „Im Winter hatten wir mal einen Termin, das war richtig mieses Wetter“, sagt Pia van Heumen, aber diesmal können die Pfadfinder bei bestem Wetter losradeln – und die meisten Waffeln sogar warm ans Ziel bringen.

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