Innenstadt

Parken in zweiter Reihe: Vor der Sparkasse gibt’s Probleme

Parken in zweiter Reihe: Vor der Stadtsparkasse an der Friedrich-Ebert-Straße kann man das sehr häufig beobachten. Politessen kontrollieren deshalb täglich dort. Zudem wurden die Metallpoller versetzt, um den Raum zu verengen.

Parken in zweiter Reihe: Vor der Stadtsparkasse an der Friedrich-Ebert-Straße kann man das sehr häufig beobachten. Politessen kontrollieren deshalb täglich dort. Zudem wurden die Metallpoller versetzt, um den Raum zu verengen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Falschparker und Falschfahrer: Eigentlich funktioniert die Spielstraßen-Regelung vorm Rathaus in Gladbeck. Doch nicht alle beachten die Regeln.

Vor der Stadtsparkasse an der Friedrich-Ebert-Straße knubbelt sich schon mal der Verkehr. Der Grund: Es wird immer öfter in zweiter Reihe geparkt, das verengt die Fahrbahn und macht die Situation sehr unübersichtlich. Und: Es fahren auch immer wieder Autos verkehrt herum, also von Norden aus, in die Friedrich-Ebert-Straße rein. „Wir haben das Problem erkannt. Dort kann es schon mal recht chaotisch zugehen“, bestätigte auf Anfrage der WAZ Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer.

Die Poller wurden versetzt - so bleibt den Falschparkern weniger Raum

In der Regel seien es Kunden der Sparkasse, die nur kurz ein Bankgeschäft erledigen wollen und für die Zeit ihren Wagen – natürlich verkehrswidrig – in zweiter Reihe abstellen.

Man habe auch schon reagiert und die Metallpoller versetzt. Sie stehen jetzt näher an der Fahrbahn. „So haben die Falschparker weniger Raum zur Verfügung“, erklärt Kreuzer. Zudem werde auch überlegt, die Dauer der Parkzeit für den Streifen vor der Stadtsparkasse zu verkürzen. Das erhöhe die Chance, dort eine freie Lücke zu ergattern. Aktuell darf dort eine Stunde lang geparkt werden.

Bei den Autos, die in falscher Richtung, also von der Wilhelmstraße aus hoch zur Postallee, am Rathaus vorbeifahren, handelt es sich nach Ansicht von Kreuzer wohl vor allem um Verkehrsteilnehmer von auswärts. Sogar ein Reisebus schlug vor kurzem diesen Weg ein. Der Fahrer sah sichtlich verärgert aus über die vielen Schritttempo fahrenden Autos, die seinem Bus entgegen kamen. Und ganz aktuell: Mittwochnachmittag fuhr ein Autofahrer aus Bottrop von der Wilhelmstraße aus zum Hoch10-Geschäftshaus durch – und parkte seinen Pkw dann auch noch an der Seite etwa in Höhe des Supermarktes. In ganz dreisten Fällen, so Stadtsprecher David Hennig, mache der KOD, wenn er gerade zur Stelle ist, auch schon mal ein Foto von dem betreffenden Fahrzeug, das dann an die Polizei weitergeleitet wird.

Feuerwehr und Taxis dürfen dort durchfahren

„Eigentlich kann man das Verbotsschild in Höhe der Lambertistraße gar nicht übersehen“, so Kreuzer. Und an der baulichen Situation an dieser Stelle habe sich auch nichts verändert. Es gebe also eigentlich keinen Grund dafür, an dieser Stelle falsch zu fahren.“

Und die Straße an dieser Stelle optisch zu verengen oder sogar fast ganz zu schließen sei nicht möglich, weil ja Feuerwehr und Taxis dort fahren dürfen. Der Stadtbaurat setzt bei diesem Problem auf verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt, um die Situation wieder besser in der Griff zu bekommen. Zudem stehe auch die Polizei regelmäßig vorm Rathaus, um das Tempo zu überprüfen und Falschfahrer zu stoppen und zur Rede zu stellen. Denn auch von der Bottroper Straße aus „verirre“ sich schon mal der ein oder andere Wagen auf dem Willy-Brandt-Platz.

Alles in allem, das betont der Stadtbaurat aber auch, funktioniere die „Spielstraßen-Regelung“ vorm Rathaus wunderbar. Seit über 20 Jahre schon teilen sich Fußgänger, Radfahrer, Autos und Busse diesen Bereich. Die gegenseitige Rücksichtnahme mache das möglich. Klar, Ausnahmen von der Regel gebe es immer mal, „aber ich kann mich nicht daran erinnern, das dort schon einmal etwas Gravierendes passiert ist.“

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