Adventskalender

Nach der Wintersonnenwende bleibt es wieder länger hell

Sonnenuntergang über dem Nordteichpark: Ab Donnerstag werden die Tage wieder länger, die Sonne geht später unter.

Foto: Oliver Mengedoht

Sonnenuntergang über dem Nordteichpark: Ab Donnerstag werden die Tage wieder länger, die Sonne geht später unter. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Heute ist Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Gladbecker Astrofotograf Julian Weßel beobachtet in der langen Nacht Sternennebel.

Um 8.35 Uhr geht die Sonne heute auf, um 16.25 Uhr verschwindet sie schon wieder. Heute ist der kürzeste Tag des Jahres. Aber nicht nur das: Heute ist auch Wintersonnenwende, genau um 11.44 Uhr. Eine gute Nachricht für alle Wintermuffel.

Bis zur Sommersonnenwende am 20. Juni wendet sich die Nordhalbkugel der Erde Tag für Tag wieder weiter der Sonne zu. Es erreicht uns also wieder mehr Sonnenlicht. Um dieses Phänomen zu verstehen, muss man eines wissen. „Die Erde ist um 23,5 Grad geneigt. Im Sommer wird die Nordhalbkugel also mehr beschienen“, erklärt der Gladbecker Astrofotograf Julian Weßel.

Gladbecker Astrofotograf beobachtet Sternennebel

Während andere sich freuen, dass die Tage endlich wieder länger werden, nutzt der 24-jährige Student die langen Nächte noch einmal richtig aus. „Ich habe am Montag schon angefangen, einen besonderen Sternennebel zu beobachten“, erzählt er.

„Running Man Nebula“ nennt sich dieses beeindruckende Gebilde, weil es aussieht wie ein Mann, der vor etwas wegrennt. „Um das zu belichten, brauche ich schon fünf bis sechs Stunden. Jetzt kann ich zum Glück schon um 20 Uhr damit anfangen“, so Weßel. Als Student können er sich ja schließlich nicht ständig die Nächte um die Ohren schlagen.

Kalendarischer Winteranfang

Die Auswirkungen der Wintersonnenwende, die gleichzeitig den kalendarischen Winteranfang markiert, sind allerdings nicht sofort sichtbar, da die Sonne jeden Tag nur wenige Minuten später untergeht. Für viele scheint aber schon das Wissen darum, die Stimmung zu verbessern, meint die Kaufmännische Krankenkasse in Essen.

Alfred Tatura, Leiter der Servicestelle, empfiehlt, auch im Winter jede Möglichkeit für ein kurzes Sonnenbad zu nutzen. „Sauerstoff, Licht und Bewegung sind drei Faktoren, um sich besser zu fühlen und einem Winterblues entgegenzuwirken“, so der Experte.

Naturfreunde freuen sich auf Erwachen der Natur

Auch die Naturfreunde fiebern der Wintersonnenwende jedes Jahr besonders entgegen. „Die Sonne kommt wieder und die Natur erwacht“, freut sich Klaus Barth von der Ortsgruppe Gladbeck. „Das wird auch Zeit. Man wird schon ein bisschen depressiv, wenn alles so grau in grau ist.“ Schnee würde es ja leider auch immer seltener geben. Gefeiert wird die Wintersonnenwende bei den Naturfreunden Gladbeck aber nicht mehr so groß. Früher hätten sie das als Anlass für eine Jahresabschlussfeiern genommen, jetzt habe es aber nicht mehr so eine große Bedeutung.

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