Musik

Musikschule Gladbeck lädt zu einer musikalischen Weltreise

Moderator Leonhard Föcher (li.) wird das Jubiläumskonzert moderieren, dessen Konzept der stellvertretende Musikschulleiter Ernst Hesse (Mi.) und Dozent Martin Greif entwickelt haben.

Moderator Leonhard Föcher (li.) wird das Jubiläumskonzert moderieren, dessen Konzept der stellvertretende Musikschulleiter Ernst Hesse (Mi.) und Dozent Martin Greif entwickelt haben.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Musikschule, Jazzfire-Big Band, Kammerorchester und Solisten steuern einen Beitrag zum Stadtjubiläum bei. Das Motto lautet: „GLAD to be BECK“.

So interessant und spannend es auch in vielen Metropolen der Erde ist – zu Hause ist es doch am schönsten. Diese Botschaft vermitteln jedenfalls die Jazzfire-Big Band und das Kammerorchester der städtischen Musikschule sowie Solisten. Ergo lautet das Motto ihrer musikalischen Weltreise am Sonntag, 16. Juni, denn auch „GLAD to be BECK“. Man beachte das Wortspiel, dessen Sinn sich übersetzen lässt mit: Schön, wieder in Gladbeck zu sein.

Die Idee nahm ihren Anfang vor neun Jahren

„In 80 Minuten rund um die Welt“ – musikalisch, versteht sich – ist ein Beitrag der Musikschule zum 100. Stadtjubiläum. Ihren Anfang nahm die Idee vor neun Jahren. Damals wie heute: ein Anlass für ein herausragendes Projekt, das eine Hommage an Gladbeck und das Revier ist.

Musikschul-Dozent Martin Greif, unter dessen Ägide die Jazzfire-Big Band spielt, erzählt: „Zum Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet im Jahre 2010 wollten wir von Gladbeck aus eine Weltreise unternehmen.“ Dazu sei ein „richtiges Drehbuch“ entwickelt worden. Das Geschehen mündete in die Erkenntnis: „Wir sind froh, wieder in Gladbeck zu sein, wo wir wohnen, wohin wir gehören.“

Wer jetzt glaubt, „GLAD to be BECK“ am 16. Juni sei schlichtweg eine Neuaufnahme des damaligen Projektes, befindet sich auf dem Holzweg. Vielmehr erwarte das Auditorium nunmehr ein Event „in neuem Gewand“, verspricht Greif. Und wieder einmal gehen die Jazzformation der Musikschule und das hauseigene Kammerorchester, in dem Ernst Hesse den Ton angibt, erneut eine Kooperation ein. 60 bis 70 Mitwirkende werden das Publikum mitnehmen auf Besuche in Europa, Amerika, Australien und Asien. Der stellvertretende Musikschulleiter Hesse stellt den „Klang-Touristen“ in Aussicht: „Musik, Moderation und auch etwas fürs Auge.“

Fünf Solisten sind dabei

Je nachdem, an welchem Ort gerade ein Programmpunkt Station macht, spielen unterschiedliche Instrumente die erste Geige: Was eben landestypisch ist. Dabei konzertieren die beiden Ensembles mal zusammen, mal haben die Solisten – Frauke El Meshai, Angelika Werner, Sabine Berghorn, Helmuth Guth und Oliver Winkelmann – ihren großen Auftritt. Gerade die Auflösung der Grenzen von Genres gibt dem Konzert Pfiff. Rolf Hilgers findet: „Das Crossover macht den besonderen Reiz aus.“

Allerdings reihen die Instrumentalisten und Sänger keineswegs Stück für Stück einfach aneinander. Wie es sich für eine ordentliche Expedition in (vielleicht) fremde Welten gehört, haben die Gastgeber einen Reiseleiter engagiert: Leonard Föcher. Über einen persönlichen Kontakt, so Martin Greif, sei diese Zusammenarbeit zustande gekommen. Der Jazz-Dozent erzählt: „Ich wusste, dass Leo auch schreibt.“ So stammen denn die Texte, die den roten Faden bei diesem Melodien-Reigen bilden, aus dessen Feder.

Der Fokus liegt auf der Musik

Er wird den Nachmittag moderieren, stellt aber heraus: „Der Fokus liegt ganz klar auf der Musik!“ Und allzu viel will Föcher vorab nicht verraten. Doch der Ausgangspunkt, den der Texter mit einem Augenzwinkern verrät, klingt verheißungsvoll: „Wir starten mit einem Fluggerät am Oberhof . . .!“ Von da aus geht es in die weite Musikwelt: vom polnischen Wodzislaw, eine der Gladbecker Partnerstädte, über Paris (Melodie: „I love Paris“) und retour in die Heimat, vertont in „Glad to be beck“, der eigens komponierten Titelmusik zur Produktion des Jahres 2010.

Leonhard Föcher hat so einiges recherchiert und verblüffende Fakten zutage gebracht. Er kündigt an: „Man erfährt einiges über Gladbeck, das man vielleicht nicht wusste.“ Wobei Hilgers Wert legt auf die Unterscheidung zur Jubiläumsrevue, die kürzlich über die Bühne ging: „Es handelt sich nicht um politisch-historische Hintergründe.“ Vielmehr gehen Gladbecker hinaus in die Welt – und kehren glücklich in heimatliche Gefilde zurück.

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