Schrottimmobilie

Möbelhausruine Tacke: Abriss der Lagerhalle schreitet voran

Die vordere Front der Lagerhalle vom Möbelhaus Tacke in Butendorf ist schon fast komplett verschwunden. Rechts im Bild sieht man die riesige Ruine der neungeschossigen Verkaufshalle aufragen.

Die vordere Front der Lagerhalle vom Möbelhaus Tacke in Butendorf ist schon fast komplett verschwunden. Rechts im Bild sieht man die riesige Ruine der neungeschossigen Verkaufshalle aufragen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Ende des Jahres soll die Schrottimmobilie Möbelhaus Tacke in Gladbeck verschwunden sein. Dann soll in Butendorf neue Wohnbebauung entstehen.

Nach 20 Jahren absolutem Stillstand sind die Tage der Möbelhaus-Ruine Tacke in Butendorf jetzt tatsächlich gezählt: Das Abbruchunternehmen Oetjen aus Weyhe hat damit begonnen, die alte Lagerhalle des ehemaligen Möbelhauses einzureißen.

Die vordere Front der Halle ist bereits komplett verschwunden. Die Abrissbagger haben ganze Arbeit geleistet. Bei Oetjen geht man davon aus, dass alles nach Plan verlaufen wird. Parallel zum Abriss der Lagerhalle soll – Etage für Etage – auch schon mit dem Entrümpeln des neungeschossigen Möbelhauses begonnen werden.

Für September ist der Rückbau der neungeschossigen Verkaufshalle vorgesehen

Sind die Berge von Schutt, Unrat, alten Möbeln und Büromaterial entfernt und entsorgt, kann der Rückbau der Tacke-Verkaufshalle beginnen.

Das wird, so schätzt der städtische Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck, nach den Sommerferien im September der Fall sein. Insgesamt umfasst der alte Möbelhaus-Komplex mit allen Nebengebäuden 32.000 Quadratmeter bebaute Fläche. Rund 100.000 Tonnen Schutt, so die Schätzung, werden bei dem Rückbau anfallen. Abrisskosten: 1,2 Millionen Euro. Ende des Jahres soll der Komplex dann verschwunden sein.

Bei der Stadtverwaltung sieht man die Entwicklung am Bramsfeld mittlerweile positiv und geht davon aus, dass das Areal schon bald baureif verkauft werden kann.

Stadt befürchtete, die Möbelhausruine könne zum Spekulationsobjekt werden

Dabei hatte die Ruine in Butendorf der Stadt vor kurzem noch heftige Sorgen bereitet, weil man befürchten musste, dass Tacke zum Spekulationsobjekt auf dem Immobilienmarkt werden könnte: Im Mai 2016 hatte das Duisburger Unternehmen Cosimo die Möbelhausruine gekauft. Schon im Jahr darauf stand der nächste Besitzerwechsel an. Man wolle sich auf andere Projekte konzentrieren und habe sich deshalb von der Fläche in Butendorf wieder getrennt, hieß es aus Duisburg.

Neuer Eigentümer ist die Mülheimer MCS Projekt und Beteiligungs GmbH.

Von da an ging alles so rasant, dass die Stadtverwaltung im Mai dieses Jahres von den ersten vorbereitenden Arbeiten für den Abriss direkt überrascht wurde. Auch der jetzige Eigentümer hat die Absicht, das Areal baureif zu verkaufen. Mehr- und Einfamilienhäuser sollen dort entstehen. Für den Bereich des Möbelhauses gibt es bereits eine gültige Baugenehmigung. Einen Bebauungsplan für Parkplatz und Brachfläche will die Stadtverwaltung erstellen, sobald die Möbelhausruine verschwunden ist.

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