Falsche Religion

Ministerium sucht Lösung für Rektorenstelle an Josefschule

Regina Wiwianka leitet die Josefschule seit Monaten schon kommissarisch. Ihre Bewerbung als Rektorin aber wurde aber drei Mal abgelehnt, weil sie nicht katholisch ist.

Regina Wiwianka leitet die Josefschule seit Monaten schon kommissarisch. Ihre Bewerbung als Rektorin aber wurde aber drei Mal abgelehnt, weil sie nicht katholisch ist.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   In einem Interview mit Radio Emscher-Lippe kündigt Staatssekretär Richter Gespräche an. Konkret zu einer Ausnahmeregelung sagte er aber nichts.

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Das Problem haben die Verantwortlichen in Düsseldorf erkannt, eine Lösung für die Besetzung der Schulleiterstelle an der Josefschule in Rentfort ist aber wohl kurzfristig noch nicht in Sicht.

An der katholischen Bekenntnisschule kommt, wie berichtet, die einzige Bewerberin, die Konrektorin und kommissarische Leiterin Regina Wiwianka, nicht zum Zuge, weil sie evangelisch ist. Das NRW-Schulgesetz schreibt es so vor.

Zu einer möglichen Gesetzesänderung sagte der Staatssekretär nichts

Staatssekretär Mathias Richter aus dem Düsseldorfer Schulministerium betonte in einem Interview mit Radio Emscher-Lippe zwar mehrfach die Notwendigkeit, die Rektorenstelle wieder zu besetzen, konkrete Aussagen machte er aber nicht,

weder zur Frage nach einer Ausnahme in diesem Fall, noch mit Blick auf eine mögliche Gesetzesänderung.

Man werde auf jeden Fall Gespräche mit allen Beteiligten, auch mit der katholischen Kirche, führen, denn, so die Erkenntnis von Staatssekretär Richter: „Eine Schulleitung ist besser als keine Schulleitung.“

Eine Übergangslösung wäre möglich

Zumindest eine Übergangsregelung deutete der Staatssekretär im Interview an: „Wenn man den erklärten Willen hat, wird man eine vorübergehende Lösung finden.“ Er verwies auf andere Schulen in Nordrhein-Westfalen, in denen es befristete Duldungen von Rektoren anderer Konfession gebe. Die Zeit müsse man dann nutzen, um das Problem in Gesprächen grundsätzlich zu lösen.

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