Bundes- und Landesmittel

Millionen für Wirtschaftsförderung: Stadt unterstützt Firmen

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Arbeiter verputzen die Fassade von einem Neubau (Symbolbild).

Arbeiter verputzen die Fassade von einem Neubau (Symbolbild).

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  In Gladbeck kann der höchste neue Fördersatz für Firmenansiedlung oder -erweiterung beantragt werden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt hilft.

Bürgermeisterin Bettina Weist begrüßt ausdrücklich die Neuverteilung der Wirtschaftsförderungsmittel des Bundes und des Landes NRW, um die regionale Wirtschaftsstruktur in strukturschwachen Städten zu verbessern. Wie die WAZ berichtete, zählt das Gladbecker Stadtgebiet zu den benachteiligten C1 Regionen, in denen landesweit die höchsten Fördersätze gewährt werden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt unterstützt Firmen bei der Antragstellung.

Konkret sind Investitionen bei Neuansiedlungen von Firmen zuschussfähig, aber auch die Erweiterung bestehender Betriebe, wenn dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden. Gleiches gilt für Forschungseinrichtungen. „Durch die neue Ausrichtung der Wirtschaftsförderungsgelder wird die Verteilung der Gelder deutlich gerechter“, sagt Bürgermeisterin Weist. Der Bund erfülle damit eine alte Forderung insbesondere der strukturschwachen Städte aus dem Ruhrgebiet nach einer Förderung, „die sich an den konkreten Bedürfnissen vor Ort orientiert und nicht mehr nur nach Himmelsrichtung“. Für 2022 sollen 80 Millionen fließen, die das Land auf 160 Millionen Euro verdoppelt. 2023 sind 200 Millionen und von 2024 bis 2027 jährlich 240 Millionen Euro geplant.

Auch die Stadt Gladbeck kann Mittel beantragen

Aber nicht nur Unternehmen, auch die Stadt Gladbeck selbst kann Mittel beantragen, wenn sie ihre wirtschaftsnahe Infrastruktur ausbaut. „Die Möglichkeiten dazu wird die Stadt prüfen“, so Pressesprecher David Hennig. Die Entscheidung darüber trifft die Bezirksregierung in Münster. Über Förderanträge von Unternehmen entscheidet die NRW-Bank. Je nach Unternehmensgröße liegen die Förderhöchstsätze in den Jahren 2022 bis 2027 zwischen 15 und 35 Prozent. Dabei gilt, dass kleine Unternehmen prozentual stärker gefördert werden können als große. Bisher lagen die Förderhöchstsätze zwischen 10 und 30 Prozent. „Die attraktiveren Förderbedingungen können Gladbecker Unternehmen helfen, sich weiter zu entwickeln. Dies wirkt sich positiv auf unsere Stadt aus – von einer gesunden Wirtschaft profitieren letztlich alle in Gladbeck“, erläutert die Bürgermeisterin.

Anträge von Unternehmen müssen an die NRW-Bank gestellt werden. Für weitere Informationen stehen Peter Breßer-Barnebeck, Wirtschaftsförderung der Stadt Gladbeck per E-Mail an peter.bresser-barnebeck@stadt-gladbeck.de oder unter 94 99 017 und Jörg Schrief, Bereichsleiter Firmenkundenberatung bei der Stadtsparkasse Gladbeck, per E-Mail an joerg_schrief@sparkasse-gladbeck.de oder unter 27 13 25 zur Verfügung.

Fördermöglichkeit soll im Fachausschuss öffentlich vorgestellt werden

Die Neuverteilung der Wirtschaftsförderungsmittel des Bundes und deren Auswirkungen auf Gladbeck soll auch in der nächsten öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Bauausschusses am 10. Februar vorgestellt werden

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