Studie

Michael Hübner: Viel Potenzial in der Emscher-Lippe-Region

Allein Ineos Phenol in Gladbeck und BP in Gelsenkirchen investieren über 2,5 Milliarden, so Michael Hübner.

Allein Ineos Phenol in Gladbeck und BP in Gelsenkirchen investieren über 2,5 Milliarden, so Michael Hübner.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Gladbeck.  Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft müsse kein Grund zum Pessimismus sein, meint SPD-Landtagsabgeordneter. Er nennt mehrere Gründe.

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Gladbeck gehört als Teil der Emscher-Lippe-Region zu den 19 „Problem“-Regionen, in denen laut einer jetzt vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgestellten Studie akuter Handlungsbedarf besteht, damit sie nicht abgehängt werden.

Die Region habe aber einen Vorteil, weshalb die Studie kein Grund für Pessimismus sein müsse, meint der Gladbecker Landtagsabgeordnete Michael Hübner (SPD): „Wir haben Potenzial, gute Fachkräfte, viel Erfahrung mit dem Wandel, sind anpassungsfähig und ein attraktiver Standort. Allein Ineos in Gladbeck und BP in Gelsenkirchen investieren über 2,5 Milliarden Euro. Das nutzt auch an anderen Stellen, beispielsweise beim Gladbecker Unternehmen Borsig, das Maschinen für Raffinerien baut. Wir haben außerdem die Chance, Vorreiter-Region im Bereich Wasserstoff zu werden. So könnte man es schaffen, das Herz der grünen Industrie in Deutschland werden“, freut sich Hübner.

In der Region muss noch viel gestaltet werden

Auch die IHK Emscher-Lippe hob als Reaktion auf die Studie vor allem die positiven Entwicklungen im Bereich der Arbeitslosigkeit, der Investitionen in die Region und der neu hinzugewonnenen Unternehmen hervor. Damit diese positiven Entwicklungen aber auch langfristig wirken, müsse dennoch viel in der Region gestaltet werden, meint Hübner: „Die Probleme, die das IW in seiner Studie nennt – vor allem die hohe Arbeitslosigkeit und die hohen Schulden der Kommunen – sind hier vor Ort ja längst bekannt.

Auch die Empfehlungen des Wirtschaftsinstituts stützen nur, was wir seit über einem Jahrzehnt fordern: einen Schuldenschnitt oder Rückzahlungsfonds für die überschuldeten Städte und Gemeinden.“ Die Bundesregierung habe sich endlich bereiterklärt, sich an einem Altschuldenfonds zu beteiligen. Nun müsse auch die Landesregierung eine konkrete Zusage geben.

Die Region könne weiter als attraktiver Arbeitsplatz gestaltet werden, ist Hübner überzeugt: „Die meisten Menschen im Ruhrgebiet arbeiten inzwischen in sozialen Berufen – hier müssen wir Vorreiterregion werden, in der in den Bereichen Gesundheit und Soziales nicht der Profit, sondern die Menschen im Vordergrund stehen. Wir sollten aber auch zeigen, dass wir den Wandel zur grünen Industrieregion schaffen, in der man Klimaschutz mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort vereinen kann. Kleine Schätze wie das Gladbecker Brennstoffzellen-Unternehmen Hydrogenics lassen sich bereits finden.“

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