Bücherbus

Der neue Bücherbus kommt gut bei den Gladbeckern an

Fast 20 Station steuert die rollende Bibliothek in Gladbeck an. Leiterin Elisabeth Klapheck und Fahrer Reiner Gotsche freuen sich darüber, dass das Angebot gut angenommen wird.

Foto: Oliver Mengedoht

Fast 20 Station steuert die rollende Bibliothek in Gladbeck an. Leiterin Elisabeth Klapheck und Fahrer Reiner Gotsche freuen sich darüber, dass das Angebot gut angenommen wird. Foto: Oliver Mengedoht

GLADBECK.   9709 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzten seit dem Start des modernen Bücherbusses die rollende Bibliothek. Neues Konzept setzt auf Nähe.

Ein Plus von sage und schreibe 53,8 Prozent – das zeigt: Der städtische Bücherbus kommt an bei den Leseratten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. 9709 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzten das Angebot vom Start des neuen Mobils am 4. Mai diesen Jahres bis zum Ende des Schuljahres am 13. Juli. Zum Vergleich: Anno 2014, im gleichen Zeitraum, waren es 6311 Menschen, die sich gerne ihr Lesefutter frei Haus bringen ließen.

Gabriele Stegemann führt diesen eklatanten Anstieg der Besucherzahlen auf das veränderte Konzept zurück, das mit dem weißen 7,5-Tonner im Mai an den Start ging. Die Kulturamtschefin erläutert: „Die Bücherbus-Leiterin Elisabeth Klapheck hat im Vorfeld Kontakt zu Eltern, Lehrern und Einrichtungen aufgenommen.“ Das neue Konzept, das Stadtbücherei-Chef Uwe von der Weppen und Klapheck entwickelt haben, stellt die Leseförderung des Nachwuchses in den Fokus. Es sieht vor, dass „wir intensiver auf die Nutzer zugehen“. Dazu arbeiten Stadtbücherei und Einrichtungen wie Schulen zusammen. Gabriele Stegemann vergleicht: „Früher stand der alte Bücherbus an seiner Station; man wartete darauf, dass jemand kam.“ So sei das Modell bislang gelaufen, aber man müsse heutzutage intensiver auf die Nutzer zugehen.

Während also in der Ära des alten Bücherei-Mobils beispielsweise Schüler in den Pausen nach Lesefutter, DVDs, CDs und Spielen in der Bibliothek auf Rädern guckten, kämen die Mädchen und Jungen neuerdings während des Unterrichts. „Dadurch haben wir einen vermehrten Zulauf“, registriert die Kulturamts­chefin. Sie sagt: „Uns freut das sehr, zeigen die Zahlen doch, dass man nicht immer bei alten Verfahrensweisen bleiben sollte, sondern zeitgemäße Konzepte entwickeln muss.“

384 neue Leseratten

Dazu gehört auch, dass gerade der Nachwuchs das rollende Angebot überhaupt kennt. Elisabeth Klap­heck hat in den 63 Bücherbus-Führungen 1624 Mädchen und Jungen die Medien-Vielfalt nahe gebracht. Rund 3500 Sach-, Kinder- und Bilderbücher, Literatur für Erwachsene und vieles mehr hat der 8,60 Meter lange Laster an Bord. „Früher gab’s auch schon Bücherbus-Führungen, aber sie sind jetzt ausführlicher“, sagt die Leiterin des Kulturamtes.

Leseausweis ist Bedingung

Apropos Erwachsene: „Wenn Senioren einen Bücherwunsch haben, können sie den äußern und der Bus bringt das entsprechende Werk bei der nächsten Tour mit“, sagt Gabriele Stegemann. Voraussetzung, um von der Freihaus-Lieferung profitieren zu können: „Man braucht einen Leseausweis.“ So gehört zur Erfolgsbilanz auch diese Zahl: 384 Leser wurden neu gewonnen.

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