Kunstmarkt

Kunstschmiede Gladbeck lud wieder ins Neue Rathaus ein

Wilhelm und Irmgard Eckert zeigten bei der Kunstausstellung der Kunstschmiede Gladbeck im Neuen Rathaus ihre Tiffany- und Glaskunst.

Wilhelm und Irmgard Eckert zeigten bei der Kunstausstellung der Kunstschmiede Gladbeck im Neuen Rathaus ihre Tiffany- und Glaskunst.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Drei Tage lang lud die Kunstschmiede Gladbeck wieder ins Neue Rathaus ein. Von Tiffany-Kunst bis zu Betonarbeiten wurde viel Kreatives geboten.

„Wer hier mit leeren Händen rausgeht, ist selbst schuld“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Puschadel am Samstagvormittag in ihrem Grußwort zur 39. Adventsausstellung der Gladbecker Kunstschmiede.

18 Aussteller präsentierten ihre Arbeiten im Neuen Rathaus

Direkt im Anschluss hießen dann Nele und Johanna, wie schon im Jahr zuvor, die Besucher mit Stücken von Johann Sebastian Bach auf ihren Violinen willkommen. In diesem Jahr waren es 18 Aussteller, die sich und ihre Kunst im neuen Rathaus präsentierten. Die meisten Künstler sind längst „Stammgäste“ bei dieser Ausstellung, allein Paul Roland Vettermann war mit seinen Fotografien zum ersten Mal bei der Kunstschmiede dabei. Ihm gelingt es, mit seinen zum Teil hintergründigen Fotomontagen, die Besucher zu animieren, genauer hinzuschauen.

Karin Natzkowsky ist schon lange Mitglied der Kunstschmiede und präsentierte Aquarelle und Acrylmalerei. Genau wie Sandra Sump, die sich allerdings eine neue Technik angeeignet hat. „Pouring“ heißt die trendige künstlerische Gießtechnik, mit der ganz neue Farb- und Flächeneffekte erzielt werden können.

„Bild und Objekt“ ist der Name des Kunst- und Keramikateliers von Elke Strietzel und Udo Nentwig an der Bellingrottstraße. Das Ehepaar geht künstlerisch jeweils eigene Wege, doch bei der Ausstellung der Kunstschmiede traten sie gemeinsam auf. Sie arbeitet in Keramik, während er hochwertige Schreibgeräte und Schalen aus Holz drechselt. Die Besucher blieben immer wieder beim Sandpendel stehen: Eine aufgehängte Holzschale, gefüllt mit feinstem Strahlsand. Stupst man das Pendel in der Mitte an, zeichnet es bizarre Formen in den Sand.

Beton ist bei den Hobby-Künstlern ein angesagtes Material

Beton ist ein angesagtes Material und auch diesmal waren wieder die Gladbecker Freundinnen dabei, die sich unter dem gemeinsamen Namen „Malle-Diven“ zusammengefunden haben und „in Beton machen“, wie Astrid Luciga lachend erzählte. Eine halbe Stunde habe man Zeit, ein Objekt zu formen, nachdem der Beton angerührt worden sei. „Das hängt von der jeweiligen Konsistenz ab.“ Als Gast der Kunstschmiede stellte Otto Koch seine Skulpturen aus – ebenfalls aus Beton.

Zwei Wochen benötigt er für eine Skulptur: „Zwischendurch muss der Beton immer wieder ruhen, dass er nicht auseinanderläuft“, erzählte Koch, der als Jugendlicher mit Holz begonnen hat und sein jetziges künstlerisches Schaffen als Fortführung seiner damaligen Leidenschaft betrachtet.

Den Besuchern wurde auf jeden Fall viel an Kreativität geboten. Und wie in jedem Jahr war auch diese Kunstausstellung wieder eine gute Gelegenheit, noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu shoppen.

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