Tiere

Küken schlüpfen im Gladbecker Kindergarten

Die Gefluegelzuechter Butendorf in Gladbeck zeigen den Kindern des Lukaskindergartens am Mittwoch, 10. April 2013, wie Kueken schluepfen. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Die Gefluegelzuechter Butendorf in Gladbeck zeigen den Kindern des Lukaskindergartens am Mittwoch, 10. April 2013, wie Kueken schluepfen. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.   Eine Woche lang können die Kinder aus dem Evangelischen Familienzentrum Lukaskindergarten in Gladbeck Butendorf erleben, wie Küken zur Welt kommen. Züchter Manfred Rohr bringt täglich neue Eier, aus denen kleine Enten, Hühner und Puten schlüpfen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Kinder kommen nicht aus dem Ei. Die kommen aus dem Bauch von Mamas.“ Rahel ist vier Jahre alt, und den Unterschied zwischen Hühnern und Menschen kennt sie gut. Das kleine Geschwisterchen ist im Bauch der Mutter gewachsen. Die vielen kleinen Küken, die zurzeit die Turnhalle des Lukaskindergartens mit ihrem Piepen erfüllen, sind aus dem Ei geschlüpft.

Rahel hat selbst gesehen, wie der kleine Schnabel das Loch im Ei von innen aufgepickt hat, bis das Küken schließlich befreit war. Was wohl später einmal aus dem Federbällchen wird? „Ein Hahn“, ruft Rahel, „eine Henne“, widerspricht Minou (3). „Ein Hahn oder eine Henne“, fasst Sahra (5) zusammen.

Schlüpfstation für eine Woche

Für eine Woche wird die Turnhalle des Familienzentrums zur Geburts– oder besser: Schlüpfstation. Hühner-, Enten- und Puteneier hat Geflügelzüchter Manfred Rohr in seine selbst gebaute Brutmaschine gelegt, jeden Tag bringt er neue angepickte Eier. Kindergartenleiterin Kirsten Wittenhorst ist begeistert von der Aktion der Geflügelzüchter Butendorf. „Für die Kinder ist das wertvoll, sie sind fasziniert, das ist etwas ganz besonderes“, sagt sie. Viele hätten im Alltag kaum Kontakt zu Tieren. Im Kindergarten packen sie begeistert an, wenn es ans Füttern und Saubermachen geht.

Auch still zu sitzen und zu beobachten ist kein Problem. Aus dem Ei fallen die Küken durch ein Gitter auf Stroh. Wenn sie trocken sind, setzt Manfred Rohr sie um in ein kleines Gehege. Das haben die Kinder selbst gebaut, aus großen Plastikbausteinen. Dort kuscheln die Tierchen, picken Körner und wärmen sich unter der Rotlichtlampe.

Manchmal dürfen die Kinder auch ein Küken herausnehmen. Ganz vorsichtig. Flauschig fühlt sich das an. Genau wie die Baby-Kaninchen und -Meerschweinchen. Die hat Manfred Rohr auch mitgebracht. Weil sie so flink sind, sitzen sie in Käfigen, damit sie nicht entwischen. Genau wie die erwachsenen Hühner. Sechs wuschelige japanische Chabos hat Züchterkollege Werner Wagner mitgebracht.

Am spannendsten finden die Kinder aber die Küken. Brutmaschine und Gehege sind ständig umlagert. Dustin (6) kenn den Unterschied zwischen Entchen und Hühnchen. „Die Enten sind gelb und haben einen breiten Schnabel“, sagt er. Und noch etwas hat er gelernt: „Die Küken essen das Eiweiß, davon werden sie stark. Und das Gelbe ist in ihnen drin.“ Gianluca (6) interessiert sich eher für kulinarisches vom Ei: „Daraus kann man Pfannkuchen machen, und Rührei.“ Küken sind aber noch besser – zum Gucken, nicht zum Essen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben