Kreis-Personalrat weiter mit Pestke an der Spitze

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Der Personalrat der Kreisverwaltung wurde jetzt neu gewählt. Ver.di erzielte zehn von 15 Sitzen, komba vier und die freie Liste einen Sitz. Erfreulicherweise sei die Wahlbeteiligung gegenüber der Wahl von 2012 um 5 Prozent gestiegen. „Eine starke Interessenvertretung ist wichtiger denn je“, sagte die vom Gremium einstimmig wiedergewählte Personalratsvorsitzende Martina Pestke aus Gladbeck. In den nächsten vier Jahren kämen große Veränderungen auf die Beschäftigten zu.

Der Prozess der Kreishaussanierung in einer flächenreduzierten Ausgestaltung könne nur gelingen, wenn die Kolleginnen und Kollegen intensiv eingebunden würden. Um gute Dienstleistungen zeitnah für die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet erbringen zu können, bräuchte der Kreis dringend eine Umkehr von der restriktiven Personalpolitik. Die Arbeitsbelastung sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Umsetzung der 2012 vom Kreistag beschlossenen Streichung von 100 Stellen wirke sich negativ auch auf die Gesundheit der Kreisbeschäftigten aus. Pestke: „Neben einem erweiterten Gesundheitsmanagement brauchen wir dringend gute Instrumente der Personalentwicklung, um die Zufriedenheit und die Perspektiven der Beschäftigten zu erhöhen. Eine besonders schwierige Arbeitssituation besteht im Jobcenter. Es gibt viele unbesetzte Stellen, die Fluktuation ist hoch und es ist schwierig, Fachkräfte für diesen Bereich zu rekrutieren.“

Zudem seien die Beschäftigten den permanenten Reorganisationsprozess leid und wünschten sich etwas mehr Kontinuität, um in Ruhe ihrer gesellschaftlich wichtigen Aufgabe nachgehen zu können.

Martina Pestke abschließend: „Nur gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen können wir positive Veränderungen für die Beschäftigten erreichen. Dabei sollten wir als Personalrat sowohl die Personalentwicklung einzelner Beschäftigter im Blick haben, aber auch kollektive Rahmenbedingungen mitgestalten. Es gibt viel zu tun für das neue Team im Personalrat der Kreisverwaltung Recklinghausen.“

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