Volkshochschule

Kreative Köpfe präsentieren ihre Malarbeiten aus VHS-Kursen

Das Treppenhaus des VHS-Domizils in der Gladbecker Jovy-Villa ist mit Mal- und Zeichenarbeiten von Kursteilnehmern geschmückt. Unter dem Titel „Die fantastische Vier“ wird eine breite Palette kreativer Ausdrucksmöglichkeiten präsentiert.

Das Treppenhaus des VHS-Domizils in der Gladbecker Jovy-Villa ist mit Mal- und Zeichenarbeiten von Kursteilnehmern geschmückt. Unter dem Titel „Die fantastische Vier“ wird eine breite Palette kreativer Ausdrucksmöglichkeiten präsentiert.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Ausstellung „Die fantastische Vier“ zeigt eine breite Palette von Ausdrucksmöglichkeiten. 140 Werke sind in der Jovy-Villa zu sehen.

Die Jovy-Villa an der Friedrichstraße platzte an diesem Abend aus allen Nähten, hatte doch die Volkshochschule (VHS) Gladbeck in ihr Haus zur Ausstellungseröffnung geladen. Zum fünften Mal präsentierten kreative Köpfe ihre Arbeiten aus den Mal- und Zeichenkursen des Hauses.

Zwei Jahre Arbeit von etwa 40 Hobbykünstlern stecken hinter den rund 140 Exponaten, wie VHS-Leiter Dirk Langer in seiner Begrüßung betonte. Das Thema, mit dem sich jeder auseinandersetzen sollte, ist vielfältig interpretierbar: „Die Fantastische Vier“ heißt es, wobei sehr schnell die Assoziation zur Stuttgarter Hip-Hop- Band – auch Fanta 4 genannt – nahe liegt.

Gleich im Eingangsbereich knüpft denn auch ein Werk von Susanne Höver daran an: Vier bunte Fantadosen fallen dem Betrachter sofort ins Auge. Ulrike Reichwein, langjährige Kursleiterin, erklärte, sie habe sich bei der Mottosuche ebenfalls von der Band inspirieren lassen: „Ich finde es zwar etwas großspurig, sich selbst als fantastisch zu bezeichnen“, aber es stecke ja auch die Fantasie in diesem Wort. Und eben jene sei bei den Teilnehmern ihrer Kurse allemal vorhanden.

So war das Thema geboren: Alles dreht sich um die „Fantastische Vier“. Die künstlerischen Ausdrucksformen, Musik und Malerei, lebten gleichermaßen vom Rhythmus, so Ulrike Reichwein mit Verweis auf die Bauhauskünstler Wassily Kandinsky und Lyonel Feininger, denen diese Verbindung, auch aufgrund ihrer ganzheitlichen Denkweise in der Kunst, stets gegenwärtig gewesen sei: „ Es gibt immer auch einen Bildrhythmus“. Dirk Langer, Leiter der Volkshochschule Gladbeck und in dieser Funktion Nachfolger von Dietrich Pollmann, ergänzte: „Und das ist auch Volkshochschule: Aus den Talenten der Einzelnen ein wunderbares Ganzes zu schaffen“.

Die Techniken reichen von Aquarell bis zur Collage

So sei das Haus „über Nacht“ bunt geworden. Bis bald unter das Dach füllen die Werke die Jovy-Villa. Wobei auch die Techniken vielfältig sind. Von Aquarell über Acryl, Blei- und Buntstift bis zur Collage ist hier alles vertreten.

Die Hobbykünstler zeigen unterschiedliche Sichtweisen auf die „simple Zahl Vier“

Im Vortragssaal der VHS stellten einige Künstlerinnen beispielhaft ihre Werke vor.

Regina Scholven, die sich gern spontan inspirieren lässt, ist auf die Idee gekommen, einen Aquarellhintergrund auseinanderzuschneiden und zu einer großformatigen Vier neu ordnen. Maria-Theres Meyer arbeitet dafür mit ganz unterschiedlichen Strukturen und Materialien, Marlene Löring lässt sich vom Künstler Friedensreich Hundertwasser inspirieren, und Marianne Laarmann verbindet die Leidenschaft fürs Nähen mit ihrer Kunst, indem sie Acryl auf Stoffe bringt. „Jede von uns hat eine andere Art, die Dinge anzugehen“, sagt sie. Und wie unterschiedlich die Sichtweise auf die simple Zahl Vier sein kann, zeigt diese Ausstellung, die von der Sparkasse Gladbeck unterstützt wird, in eindrucksvoller Weise.

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