Ratssitzung

Klima: CDU plädiert für Podiumsdiskussion mit Schülern

Der Rat stimmte am Donnerstag gegen die Aufnahme des Dringlichkeitsantrags der CDU in die Tagesordnung.

Der Rat stimmte am Donnerstag gegen die Aufnahme des Dringlichkeitsantrags der CDU in die Tagesordnung.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  CDU will Podiumsdiskussion mit Schülern auf den Weg bringen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag nahm der Rat nicht auf die Tagesordnung.

Nachdem SPD und Grüne angekündigt hatten, in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 17. Juni den Rat damit beauftragen zu wollen, den Klimanotstand auszurufen, hatte die CDU in der Ratssitzung am Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag zu dem Thema stellen wollen. Allerdings stimmte der Rat nicht zu, den Punkt in die Tagesordnung aufzunehmen.

„Mündlich sind keine Dringlichkeitsanträge zu stellen“, so Bürgermeister Ulrich Roland zu dem nur mündlich vorgebrachten Dringlichkeitsantrag der CDU. SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Hübner erklärte sich die „Hektik“ der CDU mit der bevorstehenden Europawahl und sagte: „Es ist wichtig, mit dem Thema sorgsam umzugehen.“

Der Termin soll noch vor den Sommerferien stattfinden

Die CDU wollte den Vorschlag machen, Schüler zu einer Podiumsdiskussion mit Politikern, Fachleuten, der Fachverwaltung und der Landesumweltministerin in die Stadthalle einzuladen. „Wir wollen eine Veranstaltung mit und für die Jugend machen“, informierte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Rademacher. Der Termin solle noch vor den Sommerferien stattfinden.

Die CDU wolle mit ihrem Dringlichkeitsantrag das Engagement der Jugendlichen würdigen. „Wir dürfen die junge Generation nicht verlieren. Je eher wir ein Signal setzen, desto besser“, so CDU-Ratsherr Michael Dahmen.

Zudem entwickele das Thema im Moment eine Dynamik. Auch Städte wie Konstanz oder Münster riefen zuletzt den Klimanotstand aus.

CDU will Politikverdrossenheit verhindern

„Oft wird der Politik vorgeworfen, zu unflexibel zu sein. Mit dieser Dringlichkeit wollen wir unserer Jugend ein neues, innovatives Signal setzen“, so Peter Rademacher. Politikverdrossenheit unter den Jugendlichen solle verhindert werden. Die Veranstaltung könne den Schülern vermitteln, dass ihre Proteste im Rahmen der „Fridays for Future“-Demos erhört werden.

Umweltausschuss wird vorgezogen

Ulrich Roland sagte in Richtung CDU, dass der Verwaltung keine Chance gegeben wurde, das Thema entsprechend vorzubereiten. „Es geht uns um die Organisation einer Veranstaltung, die Fachdiskussion muss in den Ausschüssen stattfinden“, stellte Rademacher klar.

Nach einer Sitzungsunterbrechung einigte sich der Rat auf einen Vorschlag von Bürgermeister Ulrich Roland. Demnach wird die Sitzung des Umweltausschusses auf den 3. Juni vorgezogen und am 6. Juni soll der Rat in einer Sondersitzung das Thema besprechen.

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