Schul-Kulturtage

Kästner-Realschule laden zu ganz besonderen Kulturtagen ein

Die Schüler der Erich-Kästner-Realschule feierten unter anderem mit dem Bühnenstück „Schach 2.0“ ihren Kulturtag und zugleich den 40.  Geburtstag der Schule – und auch noch das Stadtjubiläum „100 Jahre Gladbeck“.

Die Schüler der Erich-Kästner-Realschule feierten unter anderem mit dem Bühnenstück „Schach 2.0“ ihren Kulturtag und zugleich den 40. Geburtstag der Schule – und auch noch das Stadtjubiläum „100 Jahre Gladbeck“.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Vorhang auf für die Jugendlichen der Erich-Kästner-Realschule in Gladbeck: Zum Schuljubiläum präsentierten sie Musik, Tanz, Film und Theater.

Wenn sich die Erich-Kästner-Realschule in eine Kunstlandschaft verwandelt, dann sind Kulturtage. Seit 2015 wird dieser Tag alle zwei Jahre gefeiert. Bei der dritten Auflage gab es ein Jubiläum obendrauf. Die Realschule in Brauck feiert den 40. Geburtstag. Und das im Jahr des 100-jährigen Stadtjubiläums. Mehr Feier geht eigentlich (fast) gar nicht.

Im gesamten Schulgebäude gab es ganz viel Kunst zu bestaunen

Ungefähr ein halbes Jahr an Vorbereitungszeit war nötig, um die Veranstaltung im gesamten Schulgebäude auf die Beine zu stellen. Alle Verantwortlichen haben viel Herzblut und viel Freizeit in dieses Projekt investiert. Im Laufe der zurückliegenden Jahre sind jede Menge Werke aus Musik, Kunst, Film, Tanz und Theater entstanden. Kulturelle Bildung besitzt an der Schule einen hohen Stellenwert. Das Ergebnis der Kulturtage ist so schön und so umfangreich, dass der Besucher gar nicht weiß, wo er zuerst hingehen soll. Man erfährt und erlebt Kultur hautnah. Ehemalige Schüler, frühere und aktuelle Lehrer, Verwandte, Bekannte und Eltern schlendern neugierig und mit großen Augen durch das Schulgebäude.

Mit dem roten Schirm in der Hand sind Maite Hemfort und Mavie Lumma (beide Jahrgangsstufe 10) kaum zu übersehen. Auf einem geführten Rundgang bringen sie den Besuchern die zahlreichen Kunstwerke näher. Es geht vorbei an Skulpturen aus Ytong, die einen Bezug zum Expressionismus aufweisen.

Ein paar Meter entfernt befindet sich das Kunstobjekt „Ein Gede(n)ck für Kästner und andere“ zu Ehren des Namengebers der Schule und Künstlern wie Vincent van Gogh und Pablo Picasso. Mit dem Folkwang Museum konnte das Projekt „Schön für mich?“ ins Leben gerufen werden. In Kooperation mit dem Musiktheater im Revier nahmen Schüler aus der achten Jahrgangsstufe am Tanzprojekt „Move“ teil.

Im ersten und zweiten Obergeschoss bewundern die Besucher eine Auswahl an Werken aus der Kunstrichtung Pop Art, surreale Bildwelten, kunstvolle Fotografien und Stilleben des Barock. Die Projekte „Schüler hinterlassen Spuren“ fallen sofort ins Auge.

Gerhard Richters „Schwimmerinnen“ inspirierten zu einem Werk

An meterhohen Wänden im Treppenhaus und in den Fluren haben sich zahlreiche Abschlussklassen der Realschule verewigt. Bei einem Werk wurden sie inspiriert von Gerhard Richters „Schwimmerinnen“.

Anstatt wie im Original sind nicht acht Schwimmerinnen, sondern acht Schülerinnen auf einer Bank sitzend zu sehen. Im Jahr 2013 hat sich sogar die damalige NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann mit ihrer Unterschrift auf einem der Bilder verewigt. „Wände haben wir noch genug“, erklärt Maite Hemfort und Mavie Lumma ergänzt: „Soweit ich weiß, musste bisher noch nichts übermalt werden.“

Unterdessen lauschen die übrigen Besucher im Foyer dem großen Auftritt von Jasmina Semmo. „Sie ist ein echtes Gesangstalent“, sagt Maria Schnieders. Bei der Kunstlehrerin liefen in der Funktion als Koordinatorin der Kulturtage alle Fäden zusammen. In der Bücherei präsentiert der Chor bei verschiedenen Liedern seine Stimmgewalt. Und zum Abschluss des Abends übernimmt die Schulband für ihren Auftritt die Bühne im Pädagogischen Zentrum.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben