Forumskonzerte

Junge Künstler aus aller Welt geben Konzerte in Gladbeck

Heinrich Menning (künstlerischer Leiter der Reihe „Forum Deutscher Musikhochschulen“), Marcus Steiner von der Sparkasse Gladbeck sowie Annette Becker, Linda Wagner und Gabriele Stegemann aus der Stadtverwaltung freuen sich auf die 32. Auflage der Konzertreihe.

Heinrich Menning (künstlerischer Leiter der Reihe „Forum Deutscher Musikhochschulen“), Marcus Steiner von der Sparkasse Gladbeck sowie Annette Becker, Linda Wagner und Gabriele Stegemann aus der Stadtverwaltung freuen sich auf die 32. Auflage der Konzertreihe.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Reihe „Forum Deutscher Musikhochschulen“ startet am 8. Oktober in der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Musiker präsentieren ein breites Spektrum.

In den höchsten Tönen lobt Linda Wagner die Konzertreihe „Forum Deutscher Musikhochschulen“. Beeindruckt zeigt sich Gladbecks Beigeordnete von den Auftritten der jungen Künstler, die ihr Können in der Mathias-Jakobs-Stadthalle einem „großen und sachverständigen Publikum“ präsentieren. „Verzaubert“ habe sie sich gefühlt. Linda Wagner spricht sogar von einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt. Und diesem klingenden Namen fügen die Programm-Macher ein weiteres Kapitel hinzu – mit den mittlerweile 32. „Forumskonzerten“. Die Mitwirkenden haben jeweils ab 20 Uhr ihren großen Auftritt.

Diese Dienstag-Konzerte sind seit der Eröffnung der Gladbecker Stadthalle „ein fester Bestandteil“ in der lokalen Kulturszene, so die Beigeordnete, die selbst durchaus eine musikalische Ader hat. Heinrich Menning, der vor einem Jahr die Nachfolge Heinz Ilaenders als künstlerischer Leiter angetreten ist, stimmt Wagner zu: „Diese Reihe ist wirklich etwas, das es im weiten Umkreis so nicht gibt.“ Spielt in Gladbeck doch die Musik, wenn hochbegabte Talente zu Cello, Saxophon & Co. greifen – und sich vielleicht als Klassik-Stars von morgen empfehlen.

Wie das Molique-Quartett von der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, das den Auftakt am 8. Oktober macht. Allerdings sind Johannes Brzoska und Anton Tkacs (Violine), Till Breitkreuz (Viola) und Sophia Marie Garbe (Cello) beileibe kein unbeschriebenes Blatt mehr unter Kennern. Menning: „Dieses Quartett hat schon internationale Erfahrung.“ Es will sein Auditorium auf eine Reise „Zu viert von der Klassik in die Moderne“ mitnehmen. Im Gepäck: Werke von Ludwig van Beethoven, György Kurtág und Johannes Brahms.

Ein Kammermusikabend ist Richard Strauss gewidmet

Von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin kommt das Trio Agora – Zilvinas Brazauskas (Klarinette), Natania Hoffman (Violoncello) und Robertas Lozinskis (Klavier). Ihr Abend mit Kompositionen von Max Bruch, Johannes Brahms und Alexander von Zemlinsky steht unter dem Titel „1891-1910 – Ende einer Epoche“. Aus der Nachbarschaft, nämlich Essen, wechselt das Trio Elementi, von der Folkwang Universität der Künste in die Gladbecker Stadthalle. „Aus der neuen, alten Welt – Hochkultur, Beatkultur und Volkstümlichkeit“ heißt sein Programm. Es vereint „Irländische Volksmelodien“ aus der Feder von Frank Martin, Antonín Dvořáks „Dumky“ und Kompositionen des Pianisten Benedikt ter Braak – neben Caroline Frey (Violine) und Cornelia Briese (Cello) Mitglied des Ensembles. „Irische Musik kommt immer gut an“, so Menning, „darauf freue ich mich sehr“.

Klassik-Fans dürfen sich auf viel-saitigen Mix für Violinen freuen

Richard Strauss ist ein Kammermusikabend zu dessen 70. Todesjahr gewidmet. Valerie Schweighofer (Violine), Nina Monné (Cello) und Jun-Ho Gabriel Yeo von der Hochschule für Musik, Theater und Medien am Klavier haben für den 21. Januar Werke des Komponisten, ein Vertreter der Romantik, zusammengestellt.

Interpreten der Musikhochschule Münster präsentieren sich am 11. Februar mit einem „Virtuosen Potpourri“. Klassik-Fans dürfen sich freuen auf einen viel-saitigen Mix. Klänge von Ernest Chausson, Antonín Dvořák, Pablo de Sarasate, Henryk Wieniawski und Camille Saint-Saëns werden die Stadthalle erfüllen.

Die Stadtverwaltung Gladbeck schreibt alle Musikhochschulen in Deutschland an

Zum wiederholten Male sind Studenten der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf mit von der Partie. Annette Becker, die in der Stadtverwaltung für die Forumskonzerte verantwortlich zeichnet, erklärt: „Wir schreiben alle deutschen Musikhochschulen an und bitten um Vorschläge. Wir bekommen dann Angebote, und Heinrich Menning sucht daraus Mitwirkende aus.“ Der künstlerische Leiter betont: „Es sind immer andere Ensembles.“ Tobias Sikora, Leiter des Kammerorchesters Gladbeck, stehe ihm beratend zur Seite.

Das Multiphonic Saxophonquartett mit Silas Kurth, Olivia Nosseck, Katrin Ticheloven und Luca Winkmann wird am 10. März mit „Americano ma non troppo – Ein beinahe amerikanischer Abend“ zu Gast in Gladbeck sein und unter anderem Stücke von Leonard Bernstein, Astor Piazzolla sowie Philip Glas interpretieren. Und George Gershwins „Summertime“. Wagner gerät ins Schwärmen: „Das liebe ich!“ Für das „beinahe“ im Titel mag der „Nicht-Amerikaner“ Johann Sebastian Bach stehen.

Klavier erklingt zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens

Wahrlich ein musikalisches Muss im Jahr 2020 ist für Klassik-Freunde die Würdigung Ludwig van Beethovens, der seinen 250. Geburtstag feiern würde. Vier Pianisten aus der Klasse von Prof. Wolfgang Manz (Hochschule für Musik Nürnberg) gestalten am 12. Mai einen Klavierabend.

Die Sparkasse Gladbeck unterstützt die Konzertreihe finanziell

Dank der finanziellen Hilfe der Sparkasse kommen die Konzerte auf die Bühne. Denn, so Heinrich Menning: „Ohne Moos nichts los!“ Marcus Steiner als Vertreter des Geldinstituts unterstreicht: „Wir unterstützen die Reihe gerne, weil wir sehen, dass sie in Gladbeck gut ankommt.“

Und das nicht nur beim Publikum. Kulturamtschefin Gabi Stegemann stellt fest: „Die Mitwirkenden stammen aus aller Welt!“ Aber die Nationalität spiele überhaupt keine Rolle, so Menning. Denn, er zitiert den legendären Geiger Yehudi Menuhin: „Musik spricht für sich selbst; vorausgesetzt, man gibt ihr die Chance dazu!“ Bei den Gladbecker Forumskonzerten bekommen Nachwuchskünstler die Möglichkeit, ihre Instrumente „sprechen“ zu lassen.

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