Stadtjubiläum

Jugendkunstschule lädt zum „Jahrmarkt wie vor 100 Jahren“

Für die Workshops zum historischen Jahrmarkt werben, passend ausstaffiert und verkleidet, Leiterin Sibylle Assmann, Stellvertreterin Michaela Schaub und Katrin Knoke (v. re.), die ein freiwilliges soziales Jahr an der Jugendkunstschule macht.

Für die Workshops zum historischen Jahrmarkt werben, passend ausstaffiert und verkleidet, Leiterin Sibylle Assmann, Stellvertreterin Michaela Schaub und Katrin Knoke (v. re.), die ein freiwilliges soziales Jahr an der Jugendkunstschule macht.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  In einen historischen Rummelplatz will die Jugendkunstschule ihr Gelände an der Schachtstraße verwandeln. Dafür suchen sie viele kreative Kinder.

Die stärksten Menschen der Welt, Wahrsager und Quacksalber, Magier, ein Kuriositätenkabinett und noch vieles mehr gibt es am 24. August von 11 bis 17 Uhr zu bestaunen. Die Jugendkunstschule lädt dann zum „Jahrmarkt wie vor 100 Jahren“ auf ihrem Gelände an der Schachtstraße ein.

Damit es klappt mit der Jahrmarktatmosphäre von anno dazumal, müssen aber zuerst kreative Kinder aktiv werden. Denn sie werden die Hauptdarsteller sein. Die Jugendkunstschule bietet in den beiden letzten Wochen der Sommerferien acht Workshops an, in denen Acht- bis 14-Jährige Schaubuden und Attraktionen gestalten, mit denen sie am 24. August die Jahrmarkt-Besucher unterhalten.

Die Kinder sollen für ein Kuriositätenkabinett basteln

Dreiköpfige Teufelswesen, gefährliche Tiere, die Frau ohne Unterleib und andere Sensationen aus Pappmaché können die Kinder für das Kuriositätenkabinett basteln und in Reagenzgläsern und Käfigen zur Schau stellen. Andere dürfen den Container auf dem Gelände der Jugendkunstschule in eine altägyptische Grabkammer verwandeln – mit Mumien, Hieroglyphen, Amuletten und allem, was sonst dazu gehört.

Im Workshop „Budenzauber“ lernen die Teilnehmer die Kunst der Zauberei, damit sie das Publikum mit tollen Tricks in Erstaunen versetzen können. Und nicht nur das: Sie gestalten auch die Kostüme und Requisiten selbst. Für die Wurf- und Schießbude bauen Kinder fantasievolle Figuren und Schießgeräte, mit denen die Besucher dann ihr Treffsicherheit unter Beweis stellen können.

Ringer und Boxbuden gehören zu einem historischen Jahrmarkt

Ringer, Kraftmenschen und Boxbuden gehörten vor 100 Jahren immer zu den Attraktionen auf einem Jahrmarkt. Im Workshop „Die stärksten Menschen der Welt“ lassen die Kinder ihre Muskeln spielen, heben unglaubliche Gewichte, sprengen Ketten, verbiegen Eisenstangen, zeigen Showkämpfe . . . Schauspielerisches Talent ist im Workshop „Flohzirkus, Wahrsagen und Quacksalber“ gefragt. Die Kinder schlüpfen in die Rollen von „Flohdompteuren“, verkaufen Wunderheilmittel, sagen Menschen die Zukunft voraus.

Zwei Workshops sind Zehn- bis 14-Jährigen im Rahmen des Kulturrucksacks vorbehalten: Eine Gruppe unternimmt eine abenteuerliche Zeitreise zu den Anfängen des Films und dreht irrwitzige Schwarz-Weiß-Trickfilme, die sie dann im Jahrmarkt-Kino präsentieren. Und schließlich wird auf dem Jahrmarkt auch eine Fotobude nicht fehlen. Die Workshopteilnehmer lernen alte Methoden und Techniken kennen – Rauch, Blitz und Knall inklusive. Und natürlich können sich die Jahrmarktbesucher auch fotografieren lassen, aber mit moderner Technik – auch wenn die Schwarz-Weiß-Bilder aussehen wie vor 100 Jahren.

Das Jahrmarkt-Publikum soll gut unterhalten werden

Jugendkunstschulleiterin Sibylle Assmann und ihre Stellvertreterin Michaela Schaub sind schon sehr gespannt, was sich die kreativen Kinder mit ihren Workshopleitern einfallen lassen, um das Jahrmarkt-Publikum zu unterhalten. In allen Workshops gibt’s noch freie Plätze.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben