Sagen

Joachim Nierhoff legt Buch mit Sagen aus dem alten Vest vor

Joachim Nierhoff hat in seinem mittlerweile fünften Sagen-Buch Legenden aus Gladbeck, Dorsten, Bottrop, Buer und Co. zusammengetragen. Foto:Lutz von Staegmann

Joachim Nierhoff hat in seinem mittlerweile fünften Sagen-Buch Legenden aus Gladbeck, Dorsten, Bottrop, Buer und Co. zusammengetragen. Foto:Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Joachim Nierhoff präsentiert Legenden und Geschichten aus dem alten Vest Recklinghausen. Der Schauplatz von zwei Erzählungen ist Gladbeck-Brauck.

Da haben wir die Fakten.Wie die Tatsache, dass Gladbeck zum allerersten Mal um 1000 im Werdener Heberegister erwähnt wird. Und dann sind da die sagenhaften Geschichten, die sich um reale, historisch nachweisbare Persönlichkeiten und Orte ranken. Manches Anek­dötchen zum Gruseln oder Lachen blieb über Generationen präsent. Über andere Erzählungen ist längst Gras gewachsen, so dass sie in Vergessenheit geraten sind.

Zwei Geschichten aus Gladbeck

Joachim Nierhoff reißt solche Sagen und Legenden aus dem Dornröschenschlaf und schreibt sie auf. Der gebürtige Münsterländer, der im sauerländischen Drolshagen zu Hause ist, taucht in die mythischen Welten verschiedener Regionen ein. In seinem mittlerweile fünften Sagenbuch wandelt er durch das alte Vest Recklinghausen. Unheimliche und geheimnisvolle Geschehnisse von Grafen und Bauern, Richtern und Hexen, Höllenhunden und Räubern, Schätzen und Schlössern hat Nierhoff zusammengetragen. Zwei Geschichten sollen sich in Gladbeck zugetragen haben. Ein Schuster in Brauck, so die Legende, schlug dem Teufel ein Schnippchen. Und auf Behmers Hof zeigte sich dereinst, wie verhext eine Liebschaft sein kann.

Orte wie Dorsten, Buer und Horst

Nierhoff sagt: „Bei all den Geschichten aus dem Vest war nicht viel zu Gladbeck zu finden.“ Der Deutsch- und Geschichtslehrer, der später auf Buchhändler umsattelte, erklärt: „Orte wie Dorsten, Buer und Horst waren geschichtsträchtiger“ – und hätten daher mehr Erzählstoff geboten. Die Quellen seiner Sagen könne er gar nicht mehr sagen, gibt Nierhoff zu. Er habe viel in der Literatur recherchiert. Der Autor: „Mir geht es darum, solche Geschichten zu erhalten, denn sie gehören zu unserem Kulturgut.“

Historischer Hintergrund

Nierhoff sprudelt nur so, wenn es um historische Hintergrund-Informationen geht: „Geschichte ist mein Hobby, seit ich lesen kann.“ Und die pädagogische Ader kann er nicht verleugnen: „Vorwort und Erläuterung, da komme ich als Lehrer nicht drumherum.“ So manches Foto in dem Band hat er selbst geschossen, wie die pittoreske Ansicht des Wasserschlosses Wittringen, das bestimmt auch so manches Geheimnis birgt, das es zu lüften gilt . . .

Das Buch „Sagen aus dem alten Vest Recklinghausen“ von Joachim Nierhoff kostet 19,99 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben