Infomesse

Infomesse in Gladbeck wirbt für Ausbildung in Pflegeberufen

Pflegekräfte fehlen in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und bei ambulanten Pflegediensten.  Die Messe in der Stadthalle soll Interesse an den vielfältigen Facetten des Berufs wecken.

Pflegekräfte fehlen in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und bei ambulanten Pflegediensten. Die Messe in der Stadthalle soll Interesse an den vielfältigen Facetten des Berufs wecken.

Foto: Olaf Ziegler

Gladbeck.   Stadtverwaltung und Jobcenter laden zur Infomesse am 7. Mai ein. 16 Aussteller präsentieren in der Stadthalle die „Vielfalt der Pflegeberufe“.

Pflegekräfte werden händeringend gesucht, in Krankenhäusern genauso wie in Seniorenheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Und angesichts der demografischen Entwicklung wird sich die Situation eher verschärfen als entspannen. Umgekehrt bedeutet das natürlich: Wer sich für einen Pflegeberuf entscheidet, hat eine sichere Zukunftsperspektive.

In der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Soziales, in der u. a. Wohlfahrtsverbände, Fachämter der Stadtverwaltung und Fachpolitiker vertreten sind, wurde im Februar die Idee geboren, eine „kleine Pflegemesse“ zu organisieren, um die Vielfalt der Pflegeberufe zu präsentieren und für eine Ausbildung oder Qualifizierung in diesem Bereich zu werben.

Pflegeberufe bieten ein sehr breites Spektrum

Die Ideen dazu sprudelten nur so bei allen Beteiligten, und deshalb füllt die „kleine Pflegemesse“ unter Federführung der Stadtverwaltung und des örtlichen Jobcenters am Dienstag, 7. Mai, die große Stadthalle. Senioreneinrichtungen verschiedener Träger, ambulante Pflegedienste, Pflegeschulen und Qualifizierungsträger – insgesamt 16 Aussteller – machen mit und präsentieren die „Vielfalt der Pflegeberufe“. Denn das Spektrum ist breit, reicht vom Seniorenbetreuungsassistenten über Mitarbeiter im Fahrdienst bis hin zur Pflegefachkraft.

Im Mittelpunkt steht der direkte Austausch der Besucher mit Praktikern. Stefan Sabbadin, Abteilungsleiter Schule im Amt für Bildung und Erziehung, kann sich gut vorstellen, dass die Auszubildenden, die auf der Infomesse dabei sind, die besten Gesprächspartner für Schülerinnen und Schüler sind, die sich für einen Beruf im Pflegesektor interessieren.

Arbeitslose finden Antworten auf ihre Fragen vielleicht eher bei Berufsbildungseinrichtungen, die Qualifizierungslehrgänge beispielsweise für Quereinsteiger anbieten. Welche Voraussetzungen muss man für eine Ausbildung mitbringen? Kann man die Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren? Wie sind die Verdienstmöglichkeiten? Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Lässt sich ein Pflegeberuf mit meiner aktuellen familiären Situation vereinbaren? Welche Arbeitszeitmodelle gibt es? Alle Fragen werden an diesem Tag beantwortet.

Zwei Stunden nur für Jugendliche

Es soll aber nicht bei theoretischen Erklärungen bleiben. Die Besucher können beispielsweise an der Handhabung eines Pflegebetts ausprobieren, an einem Pflegeparcours teilnehmen oder mit Hilfe eines Alterssimulationsanzugs am eigenen Leibe spüren, wie sich ältere Menschen mit körperlichen Einschränkungen fühlen.

Die ersten beiden Stunden sind Schülerinnen und Schülern vorbehalten. Das Amt für Bildung und Erziehung hat Jugendliche ab der 9. Klasse aus allen Schulformen eingeladen. Das Jobcenter hat Kunden, die für einen Pflegeberuf geeignet wären, gezielt angesprochen. Leiterin Karin Byrszel: „Es gibt eine ganze Reihe von Einstiegsmöglichkeiten, auch für Zugewanderte übrigens.“ Von 11 bis 14 Uhr steht die Messe nicht nur ihnen, sondern allen offen, die sich für einen Beruf im Pflegesektor interessieren.

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