Kommunalpolitik

In Gladbeck laufen die Vorbereitungen für die Stichwahlen an

Das Briefwahlbüro im Fritz-Lange-Haus ist für die Stichwahl am 27. September ab Mittwoch wieder besetzt. Und auch am kommenden Samstag ist das Büro von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Das Briefwahlbüro im Fritz-Lange-Haus ist für die Stichwahl am 27. September ab Mittwoch wieder besetzt. Und auch am kommenden Samstag ist das Büro von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Zwei Stichwahlen – Bürgermeister und Landrat – stehen am 27. September in Gladbeck an. Das sind die wichtigsten Fakten zu Planung und Ablauf.

Alle wahlberechtigten Gladbecker sind in knapp zwei Wochen erneut zum Gang an die Wahlurne aufgerufen. Zwei Stichwahlen stehen am 27. September an. Denn an diesem Sonntag entscheidet sich nicht nur, wer Bürgermeister in Gladbeck wird, sondern auch, wer den Posten des Landrats im Kreis Recklinghausen übernimmt.

„Die Bürgermeisterwahl wird auf jeden Fall spannend“

„Die Bürgermeisterwahl wird auf jeden Fall spannend“, ist Gabriele Adamic vom städtischen Wahlamt überzeugt. Sie hofft deshalb auf eine entsprechend hohe Wahlbeteiligung. Als bei der Kommunalwahl 2014 zwei Landratsratskandidaten in die Stichwahl mussten, sei das nicht der Fall gewesen. Da merke man schon, dass der Kreis nicht von ganz so großem Interesse für die Gladbecker ist.

Vom Procedere her ist die Stichwahl am 27. September übrigens, was Vorbereitung und Ablauf angeht, genauso aufwändig wie die Kommunalwahl. Alle Wahlhelfer sind erneut in den bekannten 44 Gladbecker Wahllokalen am Start. Und das Team vom städtischen Wahlamt steckt natürlich auch schon mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Wahlgang. Da im Kreis erst am Donnerstag der Wahlausschuss offiziell darüber entscheidet, ob Michael Hübner (SPD) und Bodo Klimpel (CDU) in die Stichwahl um das Landratsamt gehen, können auch erst dann die Stimmzettel gedruckt werden.

Der Kreiswahlausschuss für die Landratswahl tagt erst am Donnerstag

Im Fall der Bürgermeisterwahl hat der Gladbecker Wahlausschuss bereits Dienstag getagt und die Stichwahl zwischen Bettina Weist (SPD) und Dietmar Drosdzol (CDU) bestätigt. „Das Briefwahlbüro im Fritz-Lange-Haus ist aber bereits ab Mittwoch wieder geöffnet. Dann können zumindest schon Anträge auf eine Briefwahl gestellt werden“, so Gabriele Adamic. Mit der Ausgabe der Wahlunterlagen könne zum Ende der Woche hin begonnen werden. Das Briefwahlbüro im Fritz-Lange-Haus wird darüber hinaus auch am kommenden Samstag wieder von 10 bis 12.30 Uhr seine Türen öffnen.

Wer sich bei der Kommunalwahl vergangenen Sonntag für den persönlichen Gang zur Wahlurne entschieden hat, hat von den Wahlhelfern im Wahlbüro seine Wahlbenachrichtigung direkt wieder ausgehändigt bekommen – zur Vorlage bei der Stichwahl. Wer sich für die Briefwahl entschieden hatte, konnte auf den Unterlagen direkt ankreuzen, dass er am 27. September erneut per Brief abstimmen will. In diesem Fall werden die Unterlagen in den nächsten Tagen zugestellt. „Gut 95 Prozent der Briefwähler haben das auch getan“, sagt Adamic. Wer vergessen hat, das Häkchen zu setzen, oder sich vielleicht erst jetzt zu einem spontanen Urlaub zu dem Datum entschieden hat, kann natürlich den Briefwahlantrag auch jetzt noch stellen (schriftlich, mündlich, elektronisch oder online).

Kosten für eine Stichwahl belaufen sich auf rund 90.000 Euro

Die Kosten für eine Stichwahl schätzt Gabriele Adamic, rückblickend auf die zurückliegenden zweiten Wahlgänge, auf ungefähr 90.000 Euro. „Ganz genau kann man das diesmal aber noch gar nicht sagen, weil ja aktuell die Kosten hinzukommen, die durch die Einhaltung der Corona-Regeln verursacht werden.“ Desinfektionsmittel, Ersatzmasken und alle anderen coronabedingten Maßnahmen verursachen natürlich zusätzlich Kosten. „Alle Wahllokale sind beispielsweise noch in der Nacht der Kommunalwahl komplett gereinigt und desinfiziert worden.“ Und das steht ja am 27. September auch wieder alles an.

Die letzte Stichwahl zwischen zwei Bürgermeisterkandidaten hat übrigens in Gladbeck 2004 angestanden. Damals mussten sich Ulrich Roland (SPD) und Dr. Scholten (CDU) erneut den Wählern stellen. Bekanntermaßen ging der Sieg an Ulrich Roland, der damals erstmals als Bürgermeister kandidierte. Bei den nächsten beiden Wahlen – 2009 und 2014 – kam Roland dann immer gleich beim ersten Mal auf knapp über 60 Prozent der Stimmen.

Öffnungszeiten Briefwahlbüro im Fritz-Lange-Haus: montags bis mittwochs: von 8 - 16.30 Uhr, donnerstags: von 8 – 17.30 Uhr. Freitag, 18. September von 8 – 12 Uhr. Samstag, 19. September von 10 – 12.30 Uhr. Freitag, 25. September von 8. – 18 Uhr. Weitere Infos im Wahlbüros unter Tel. 02043 /99-2371 und 99-2456 sowie im Briefwahlbüros unter Tel. 02043 / 99-2001 und 99-2004.

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