Elektro-Fahrzeuge

In Gladbeck fahren die ersten städtischen Elektro-Fahrzeuge

Bürgermeister Ulrich Roland (2.vl.), die Beigeordnete Linda Wagner, René Hilgner sowie die „Mülldetektive“ Manuel Wehner und Christopher Friesen (vorne) stellten die beiden neuen E-Fahrzeuge des Zentralen Betriebshofs Gladbeck (ZBG) vor.

Bürgermeister Ulrich Roland (2.vl.), die Beigeordnete Linda Wagner, René Hilgner sowie die „Mülldetektive“ Manuel Wehner und Christopher Friesen (vorne) stellten die beiden neuen E-Fahrzeuge des Zentralen Betriebshofs Gladbeck (ZBG) vor.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Zwei E-Pritschenwagen ergänzen den ZBG-Fuhrpark. Die Anschaffung samt Ladesäulen kostete 114.000 Euro, minus 50.000 Euro Förderung.

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Die Stadtverwaltung Gladbeck hat ihre ersten zwei Elektro-Fahrzeuge an den Start gebracht. Die beiden „Streetscooter“ ergänzen den Fuhrpark des Zentralen Betriebshofes (ZBG). Inklusive der beiden Ladestationen auf dem Gelände an der Wilhelmstraße schlägt diese Anschaffung samt Ladesäulen mit 114.000 Euro zu Buche, die Förderung des Bundes beträgt insgesamt rund 50.000 Euro.

Gladbecks Mülldetektive fahren mit einem E-Pritschenwagen durch die Stadt

Auf den beiden Pritschenfahrzeugen sind die Aufschriften zu lesen: „Für Sie stehen wir ständig unter Strom“ und „Wir ermitteln . . . unter Hochdruck“. René Hilgner, Leiter Unternehmensplanung und Fuhrpark beim ZBG, erklärt: „Ein Fahrzeug ist für die Leerung der Papierkörbe bestimmt, das andere für den Ermittlungsdienst.“ Die „Mülldetektive“ Manuel Wehner und Christopher Friesen, zwei von vieren, werden sich wohl erst einmal an ihren neuen, motorisierten Untersatz gewöhnen müssen, unterscheidet er sich doch in einigen Punkten von Wagen mit Verbrennungsmotor.

Die Beigeordnete Linda Wagner sagt: „Beim Fahren ist nur Reifengeräusch zu hören, sonst nichts.“ Bürgermeister Ulrich Roland freut sich, dass die Fahrzeuge „emissionsfrei und leise“ unterwegs sind. Und nicht nur das, so Hilgner: „Es gibt keine Wartung wie bei Verbrennungsmotoren, keine Ölwechsel.“ Da die Karosserie – bis auf die tragenden Elemente – aus durchgefärbtem Kunststoff besteht, seien Schäden leichter zu beheben. Ausgestattet sind die beiden Pritschenwagen unter anderem mit einer Rückfahrkamera und einem Navigationsgerät. Ansonsten, so Wagner, sind sie „puristisch, aber zweckmäßig“.

62 PS haben die E-Autos unter der Haube, sie können nach Hilgners Aussage eine Geschwindigkeit von etwa 85 Stundenkilometern erreichen. Mit einer Reichweite von 120 bis 150 Kilometern „schaffen die Fahrzeuge problemlos das tägliche Pensum“ auf den Gladbecker Straßen. Die zum Bremsen verwandte Energie werde wieder zum Aufladen der Batterie genutzt. Dieser Vorgang könne zehn bis zwölf Stunden dauern – „wenn die Batterie vollkommen leer ist“, so Bürgermeister Roland.

Der Hersteller ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Post

Beim Hersteller Streetscooter aus Aachen handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Deutschen Post AG. Hilgner: „Sie bringen dort Pakete, wir holen Abfall ab.“ Maximal zugelassenes Gesamtgewicht: 2,8 Tonnen. „Beladen werden können diese Fahrzeuge mit 800 bis 900 Kilogramm“, so René Hilgner. Das entspreche der gleichen Menge wie bei vergleichbaren „konventionellen“ Autos.

Perspektivisch will die Stadtverwaltung vier weitere E-Fahrzeuge anschaffen. Derzeit laufe die Beschaffung eines Kleintransporters für den ZBG und eines Streetscooters für das Ingenieuramt.

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