Drittes Geschlecht

Im Standesamt gibt es noch keine Anträge auf „divers“

Seit Jahresbeginn darf auch ein drittes Geschlecht bei den Standesämtern angegeben werden.

Seit Jahresbeginn darf auch ein drittes Geschlecht bei den Standesämtern angegeben werden.

Foto: nito100 / Getty Images/iStockphoto

Gladbeck.  Seit Jahresbeginn gibt es bei der Geschlechterangabe die Option auf „divers“. In Gladbeck hat jedoch noch niemand einen Antrag gestellt.

Seit Ende vergangenen Jahres können Standesämter neben männlich und weiblich auch das dritte Geschlecht zulassen. In Gladbeck hat bislang jedoch niemand diese Möglichkeit genutzt. „Unser Standesamt hat in diesem Jahr lediglich einen Antrag entgegengenommen, dieser wurde der Zuständigkeit halber aber an das Standesamt in Essen weitergeleitet“, sagt Stadtsprecher David Hennig auf WAZ-Anfrage.

Eintragungen in Gladbeck könnten nur dann vorgenommen werden, wenn die jeweilige Person auch in Gladbeck geboren ist. „Wohnt die Person in Gladbeck, wurde jedoch in einer anderen Stadt geboren, nehmen wir den Antrag entgegen und leiten ihn an das zuständige Standesamt weiter“, so Hennig weiter. „Divers“ erfasst Menschen, bei denen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale medizinisch nachweisbar sind. Voraussetzung, beim Standesamt divers als Geschlechtsmerkmal eintragen zu lassen, ist ein ärztliches Attest.

In Nordrhein-Westfalen hatten bis Ende Juli diesen Jahres insgesamt 27 intersexuelle Menschen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Erklärung beim Standesamt abzugeben, die einen Wechsel der Bezeichnung ihres Geschlechts betrifft.

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