Innovatives Projekt

Im Sportpark Mottbruch in Gladbeck geht’s nun richtig los

Große Pläne (v.l.): Sportamtsleiter Dieter Bugdoll (Sportamtsleiter), Sport-Abteilungsleiterin Julia Schmidt und Freiraumplaner Achim Mirosavljewitsch-Lucyga im Sportpark Mottbruch.

Große Pläne (v.l.): Sportamtsleiter Dieter Bugdoll (Sportamtsleiter), Sport-Abteilungsleiterin Julia Schmidt und Freiraumplaner Achim Mirosavljewitsch-Lucyga im Sportpark Mottbruch.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Bauarbeiten für drei wichtige Herzstücke der innovativen Sportanlage in Gladbeck starten: Multifunktionsrasenplatz, Zisterne und Energiezentrale.

Der Sportpark Mottbruch nimmt langsam Gestalt an: Noch im November beginnen die Bauarbeiten für drei wesentliche Bereiche des geplanten innovativen, fast 12 Millionen Euro teuren und rund 70.000 Quadratmeter großen Sport- und Freizeitparks in Gladbeck-Brauck, der zu einem der Eingangstore der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 werden soll. Kernstück ist der multifunktionale Rasenplatz, dessen Tragschicht samt ausgefeilter unterirdischer Bewässerungstechnik nun gebaut wird. Außerdem fällt der Startschuss für eine hochmoderne, wasserstoffbasierte Energiezentrale und eine riesige unterirdische Zisterne, mit deren Hilfe vollautomatisch der gesamte Park bewässert werden kann.

Aber der Reihe nach: Sportamtsleiter Dieter Bugdoll und der städtische Freiraumplaner Achim Mirosavljewitsch-Lucyga sind mächtig stolz auf die Multifunktionsrasenfläche, die hinter dem bereits fertig gestellten und schon bespielten Kunstrasenplatz entsteht. 16.000 Quadratmeter wird sie groß werden – zum Vergleich: Ein Fußballplatz misst 7500 Quadratmeter. Dort darf, soll aber keineswegs nur Fußball gespielt werden – alle denkbaren Mannschafts-Sportarten bis hin zum American Football sind vorstellbar. Damit das möglich und der Platz strapazierfähig ist, wird eine besondere Tragschicht eingebaut. „Die Rasenfläche wird wasserabführend sein, kann aber auch unterirdisch bewässert werden“, so Mirosavljewitsch-Lucyga.

Mitten im Park wird eine Multifunktions-Rasenfläche gebaut

Sensoren im Wurzelbereich des Rasens melden, wenn es zu trocken ist und führen gezielt Wasser zum Wurzelbett. Damit wird der Rasen gleichzeitig gestärkt. Eine solche Tragschicht werde so auch zum Wärmespeicher, was eine Verlängerung der Nutzungszeit ermöglicht, so Bugdoll. Ein Markierungsroboter werde, sobald die Anlage in Betrieb geht, vollautomatisch multifunktional Markierungen für die jeweils gewünschte Nutzung aufbringen.

Am Rande des Parks, an der Brüsseler Straße, entsteht die Energiezentrale des Parks: Eine Photovoltaikanlage wird dort Strom erzeugen, der wiederum Wasserstoff produziert. Auf diese Weise werde, so Mirosavljewitsch-Lucyga, Energie effizient in Zellen gespeichert und punktgenau eingesetzt, wenn sie gebraucht werde. Gleich nebenan entstehe ein Blockheizkraftwerk auf Biogastechnik. „Wir wollen hier im Park energieautark sein.“ Beide Anlagen seien geräusch- und emissionsarm.

Eine Zisterne speichert Wasser, um 14 Tage alles bewässern zu können

Der dritte Baustein: Ein Zisterne, die im südlichen Bereich ins Erdreich gebaut wird und über ein Drainagensystem sämtliches Oberflächenwasser des Parks aufnehmen wird. Pumpen werden dafür sorgen, von dort das Wasser, wenn unterirdische Sensoren es anfordern, zum Rasenplatz oder die 1-km-Sandlaufstrecke zu transportieren, wo es über „Schwitzschläuche“ abgegeben wird.

Im Februar sollen diese Baumaßnahmen, so das Wetter mitspielt, schon fertig sein. Dann steht ein weiteres Bauvorhaben an: Dann wird das alte FC-Sportheim abgerissen und es entsteht ein neues zweigeschossiges Gebäude für den Vereins- sowie Freizeit- und Breitensport, das auch Gesundheits- und Integrationshaus sein soll – samt Multifunktionsraum und Café!

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