MAGAZIN

Im Gladbecker Magazin kommt Kunst ohne Grenzen auf die Bühne

Das Magazin der Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz ist Schauplatz einer Kunstausstellung und einer Tanz-Performance. Foto:Lutz von Staegmann

Das Magazin der Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz ist Schauplatz einer Kunstausstellung und einer Tanz-Performance. Foto:Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Maler, Tänzer und Musiker aus Gladbecks französischer Partnerstadt Marcq-en-Barœul, Japan und Deutschland kommen in Susanne A. Schalz’ Atelier.

Die Premium-Plätze im Magazin an der Talstraße sind für die Gäste reserviert. Das ist für die Hausherrin Susanne A. Schalz überhaupt keine Frage. Sie sagt: „Wir, die Mitglieder der Kunstschmiede Gladbeck, ziehen als Gastgeber nach oben.“ Dann sollte im Erdgeschoss des Magazins doch Raum genug sein für die Gemälde, die zwei Ehepaare, stellvertretend für die Künstlergruppen „Spirale“ und „Les amis des artes“ aus Gladbecks französischer Partnerstadt Marcq-en-Barœul, mitbringen.

Gäste haben 40 Werke im Gepäck

Etwa 40 Werke haben die Besucher im Gepäck: Die Palette umfasst querbeet Techniken. Aquarelle, Acrylarbeiten und Collagen hängen die Franzosen am 18. Mai im Magazin auf. Die Arbeiten der knapp 20 Kunstschmiede-Mitglieder werden auf der Galerie platziert.

Tänzer der Pina-Bausch-Companie

Für Schalz sind die Besucher viel mehr als irgendwelche Gäste oder Kollegen. Die Künstlerin spricht von „französischen Freunden“. Erste zarte Bande wurden im Jahre 2014 geknüpft, und die Verbundenheit wuchs im Laufe der Zeit. Schalz erzählt: „Die Idee eines Treffens kam von den Franzosen. Sie haben uns damals zur Feier des 50. Geburtstags der Partnerschaft zwischen den beiden Städten eingeladen.“

Gegenbesuch aus Marcq-en-Barœul

Noch heute schwärmt die Gladbeckerin von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Franzosen. Martine Couvez und Thérèse Flouret organisierten seinerzeit das Treffen, blieben mit Schalz in Kontakt. Die versprach: „Sobald es eine Möglichkeit gibt, kommt Ihr nach Gladbeck.“ Mit dem Magazin, das die Künstlerin Ende 2017 erwarb, war eine würdige Präsentationsstätte gefunden: Der Gegenbesuch steht. Auch der Freundeskreis Marcq-en-Barœul begrüßt die Besucher, bevor die Ausstellung am 20./21, Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr, für Neugierige geöffnet ist. Eintritt frei.

Den original Pina-Bausch-Tanzboden rollt Susanne A. Scholz am Mittwoch, 30. Mai, im Magazin aus: „Den habe ich geschenkt bekommen.“ Das Theater „Glassbooth“ präsentiert bei ihr als Gastbeitrag „Magie von Tanz und Raum“. Als Premiere ging diese Improvisations-Performance 2017 an der Talstraße über die Bühne. Und damals wie heute geben sich Weltstars des Balletts die Ehre, darunter ehemalige Solotänzer des Pina-Bausch-Ensembles. Kenji Takagi und Jean Laurent Sasportes werden auftreten. Weitere Künstler der freien Tanz- und Musikszene aus Japan, Frankreich und Deutschland wollen ihr Publikum in Gladbeck ver- und bezaubern.

„Meine Freundin Stefanie Roos hat immer davon geträumt, Musik und Tanz auf die Bühne zu bringen“, sagt Susanne A. Schalz. Mit diesem Improvisationsabend ist es der Wuppertalerin gelungen. Die Gladbeckerin: „Ihr Mann Otto Zech ist freischaffender Künstler“ – und als solcher konnte er Verbindungen nutzen. Das Publikum darf sich auf einen ganz speziellen Abend freuen: Wer kann sich schon rühmen, solch internationale Hochkaräter auf Tanzboden und an Kontrabass, Akkordeon, Tuba und Violine an einem einzigen Abend auf die Bühne zu bringen?

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben