Corona-Folge

Hochzeitspaare in Gladbeck planen vorsichtig für 2021

Im Gladbecker Rathaus sind noch ausreichend Trauungstermine für das kommende Jahr frei. Engpässe im Standesamt werden nicht erwartet.

Im Gladbecker Rathaus sind noch ausreichend Trauungstermine für das kommende Jahr frei. Engpässe im Standesamt werden nicht erwartet.

Foto: Iuliia Zavalishina / Getty Images/iStockphoto

Gladbeck.  Coronabedingt verschieben viele ihre Hochzeit ins kommende Jahr. Wo Paare 2021 in Gladbeck feiern können – und wo es eng wird. Ein Überblick.

Im Pandemie-Jahr 2020 haben viele Paare ihre geplante Hochzeit verschoben, um sie in großer Runde feiern zu können. Da liegt die Vermutung nahe, dass es im kommenden Jahr eng im Standesamt und in den beliebten Gastronomien in Gladbeck wird. Im Rathaus gibt es aber noch ausreichend freie Trautermine und auch einige Restaurants, die Hochzeitsgesellschaften empfangen, haben noch Kapazitäten.

Denn: Derzeit zögern viele Paare, große Feiern zu planen. Lediglich in Wittringen sind Trauzimmer und Festsäle im Restaurant im Wasserschloss an den Samstagen in der kommenden Hochzeitssaison 2021 schon ausgebucht. „Von April bis September sind die Wochenenden stark nachgefragt, da sind wir an Freitagen und Samstagen fast schon ausgebucht“, so Goran Koscevic, Inhaber des Restaurants im Wasserschloss. Koscevic merke die gestiegene Nachfrage von Paaren, die ihre Trauung in diesem Jahr verschoben haben. Wie in jedem Jahr sind dabei die Sommermonate beliebt.

Termine für das Trauzimmer in Wittringen sind für 2021 schon vergeben

Die Stadt bestätigt: Die Trautermine im Wittringer Schloss sind für 2021 schon vergeben. „Das ist aber normal. In Wittringen trauen wir nur samstags, da sind die Termine auch ohne Verschiebungen wegen Corona schon ein Jahr im Voraus belegt“, sagt Stadtsprecherin Christiane Schmidt. Heiratswillige Paare müssen ihre Trauung 2021 aber nicht abschreiben: Im Rathaus, wo täglich Ehen geschlossen werden, sind noch ausreichend Termine frei. „Viele Paare, die im Frühjahr heiraten wollten, haben ihre Feier in den Sommer geschoben“, so Schmidt. Daher seien auch für beliebte Termine im kommenden Jahr bisher keine Engpässe im Gladbecker Standesamt zu erwarten.

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Auch viele Gastronomien, die nicht in direkter Nähe des romantischen und daher beliebten Wasserschlosses liegen, haben noch freie Kapazitäten für Hochzeitsgesellschaften. So ist etwa der Meygarten noch nicht ausgebucht. „Für das nächste Jahr haben wir zahlreiche Anfragen. Aber viele Paare sind sehr unsicher und nehmen noch keine feste Buchung vor“, berichtet Geschäftsführer Erwin Zorn. „Wir führen viele Gespräche, in denen die Unsicherheit der Gäste über aktuelle Regelungen deutlich wird. Weil niemand weiß, wie die Lage im nächsten Jahr ist, sind auch die Paare mit ihrer Hochzeitsplanung zurückhaltender“, so Zorn weiter. Flexibilität bei Paaren und Gastronomen sowie der Umgang mit kurzfristigen Einschränkungen wie der Kürzung der Gästeliste seien in diesen Zeiten und auch im nächsten Jahr besonders wichtig.

Einige Paare verschieben ihre Feier direkt in das Jahr 2022

Die Anpassung von Feiern an die aktuellen und prognostizierten Begebenheiten spürt man auch in der Gaststätte Alte Post. „Viele entscheiden sich für Feiern im kleinen Rahmen oder verschieben ihre Feier direkt ins Jahr 2022“, beobachtet Seki Numanovic, Inhaber des Restaurants. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichne er weniger Reservierungen für Hochzeitsgesellschaften und andere Gruppen. Paare könnten Termine auch noch kurzfristig anfragen.

Im Landgasthaus Pieper an der Möllerstraße rät Inhaber Markus Kaniewski den Hochzeitspaaren, die Entwicklungen abzuwarten. Auch kurzfristiger bekomme man im Gasthaus einen Platz für die Hochzeitsgesellschaft, sehr weit im Voraus zu planen, habe derzeit wenig Sinn. Gesellschaften seien in der Pandemie auf 25 Gäste beschränkt, momentan sind nur Feiern mit maximal zehn Personen erlaubt. „Die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter hat Priorität. Wir haben den Vorteil, dass das Landhaus nicht unser einziges Standbein ist. Da können wir es uns leisten, momentan auf Sparflamme zu fahren“, erklärt Kaniewski.

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