Kultur

Gladbecks Kulturamtschefin freut sich über den Day of Song

Höhepunkt beim  Day of Song in Gladbeck: Konzert unter freiem Himmel auf dem Rathausplatz.

Höhepunkt beim Day of Song in Gladbeck: Konzert unter freiem Himmel auf dem Rathausplatz.

Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.   Nachdem der Day of Song doch nicht gestrichen ist, wartet Gladbecks Amtsleiterin Stegemann auf weitere Infos. Anmeldungen sind bereits möglich.

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Das ist Musik in den Ohren von Gabriele Stegemann: Der Day of Song ist doch noch gerettet. Die Chefin des städtischen Kulturamtes freut sich über diese Nachricht, nachdem bereits der Vorhang für dieses größte Chorfestival Deutschlands endgültig gefallen schien: „Die Veranstaltung war auch in Gladbeck erfolgreich und hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.“ Als es hieß, der Day of Song sei gestrichen, sei sie sehr enttäuscht gewesen. Denn immerhin hätten sich in den Jahren 2010, 2012 und 2014 im Stadtgebiet durchschnittlich 500 Mitwirkende aus 15 Chören beteiligt. Sie traten in verschiedenen Einrichtungen, beispielsweise in Altenheimen und Kindergärten auf, aber sangesfreudige Gladbecker stimmten auch mal spontan – wo sie gingen und standen – ein Liedchen an. Höhepunkt war die zentrale Veranstaltung vor dem Rathaus.

Positive Resonanz in der Bevölkerung

„Auf der einen Seite die Auftritte in Institutionen, auf der anderen die Veranstaltungen open air“, darin sieht Gabriele Stegemann das Rezept für die große positive Resonanz in der Bevölkerung. Und die Vielfalt tat ein übrigens, um das Auditorium aufhorchen zu lassen. So beteiligten sich unter anderem der Gospelchor Good News, Kirchen- und Männerchöre.

Kulturamtschefin Stegemann hofft, dass sie möglichst bald vom Regionalverband Ruhr (RVR) und von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) Informationen bekommt, wie der nächste Day of Song über die Bühne gehen soll: „Ein Rahmenkonzept wäre schön.“

Der erfahrene Chorleiter Zdenko Sojčić, der unter anderem im Städtischen Musikverein Gladbeck den Ton angibt, unterscheidet zwischen externen Programmpunkten – wie dem Riesen-Event in der Schalke-Arena – und lokalen Veranstaltungen. Erstgenannte seien für die beteiligten Chöre aufwendig und auch kostspielig. Über Beiträge vor Ort in Gladbeck sagt Sojčić: „Ein gemeinsamer Singetag ist ein Segen, denn da können Chöre sich präsentieren.“ Und vielleicht wecke solch ein Konzert bei einigen Zuhörern ja die Lust, selbst einem Ensemble ihre Stimme zu leihen. Sojčić: „Die Freude am Singen zu vermitteln, ist eine ganz tolle Sache. Singen als Kulturgut geht langsam verloren.“

Der Insider gibt allerdings auch zu bedenken, dass manche Chöre zeitlich wenig Spielraum hätten, ein spezielles Repertoire für den Day of Song aufzulegen. Er spricht über die Situation für den Städtischen Musikverein: „Wir geben zwei Konzerte im Jahr, damit sind wir komplett ausgelastet.“ Und ähnlich ergehe es beispielsweise Kirchenchören. Der Lehrer am Ratsgymnasium überlegt jetzt, ob er nicht mit dem Schulchor einen Beitrag zum Day of Song einstudieren kann.

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