Chor der Volkshochschule

Gladbecks „Alegria Cantar“ zwei Wochen unterwegs in Chile

De VHS-Chor „Alegria Cantar“ verlebte schöne, aber auch aufregende Wochen in Chile.

De VHS-Chor „Alegria Cantar“ verlebte schöne, aber auch aufregende Wochen in Chile.

Foto: Chor

Gladbeck.  Der Chor der Volkshochschule Gladbeck gab vor Ort Konzerte. Ein Teil des Programms fiel den sozialen Unruhen im südamerikanischen Land zum Opfer.

Der VHS-Chor „Alegria Cantar“ hat schon so manche Konzertreise unternommen – die jüngste war sicherlich die aufregendste. Als Teil des Projektchores „Ruhrpott Chor“ ging es für zwei Wochen nach Chile, in die Heimat des Chorleiters Cristián Carrasco.

Mitsingkonzerte in Schulen, Auftritte in Kirchen und Kulturzentren sowie die Teilnahme am internationalen Chortreffen in Pucón werden den Gladbecker Sängerinnen und Sängern lange in guter Erinnerung bleiben. Beeindruckt waren sie auch vom Besuch bei dem bekannten Wiener Opernsänger Christian Bösch, der in Chile die Musikschule „Papageno“ gegründet hat. Sein Motto: Musik und Kultur als Basis für Bildung. Seine Stiftung und das Sommerlager, das der Chor besuchte, ist ausschließlich für arme und benachteiligte Kinder gedacht.

Auch vom touristischen Programm waren alle begeistert. Ausflüge führten die Mitglieder des Chores in der Volkshochschule Gladbeck unter anderem zum Nationalpark und zu den Thermalquellen Villarrica und zum Museum „La Sebastiana“ des chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda in Valparaiso.

Die Gladbecker waren elf Stunden im Bus unterwegs, weil Flugzeuge nicht starten durften

Eigentlich standen noch Sehenswürdigkeiten im Norden Chiles und dort drei Auftritte mit dem Universitätschor in Inquique auf dem Programm, aber die sozialen Unruhen im Land machten den Gladbeckern einen Strich durch die Rechnung. Alle Inlandsflüge waren gestrichen, öffentliche Veranstaltungen fielen der Ausgangssperre in den Städten zum Opfer. Statt in Richtung Norden ging es zurück nach Santiago – weil Flugzeuge nicht starten durften, wurde es eine elfstündige Busfahrt.

„Wir als Chormitglieder hatten aber zu keinem Zeitpunkt ein unsicheres Gefühl“, erzählte Ludger Grundmann nach der Rückkehr. „Im Großen und Ganzen haben wir ein positives Erlebnis gehabt, und so wird es auch in unserer Erinnerung bleiben.“

Teile des Programms, das der Chor „Alegria Cantar“ für seine Konzertreise einstudiert hat, sind auch bei seinem Adventskonzert zu hören: Am Montag, 16. Dezember, tritt der Chor ab 19 Uhr in der Kapelle des St. Barbara-Hospitals auf.

Auf dem Programm stehen internationale Advents- und Weihnachtslieder. Darüber hinaus spielt das Flötenensemble „Flötentöne“. Das Konzert wird live auf die Stationen des Krankenhauses übertragen. Der Eintritt ist frei.

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