Umweltaktion

Gladbecker Klimastreik: Radler wollen den Verkehr ausbremsen

Eine Critical-Mass-Aktion hat bereits in Mülheim stattgefunden.

Eine Critical-Mass-Aktion hat bereits in Mülheim stattgefunden.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Gladbeck.  Gladbecker Grüne rufen Radfahrer zur Teilnahme am 20. September auf. Radler- Verbund zeigt auf, dass die Fahrbahn nicht nur für Autos da ist.

Die Gladbeck Fraktion der Grünen beteiligt sich in besonderer Form am globalen Klimastreik, zu dem für den 20. September aufgerufen worden ist. Die Aktiven um Fraktionsvorsitzende Britta Steffens wollen eine so genannte Critical Mass (Kritische Masse) aus Radfahrern formieren, die sich im Verband umweltfreundlich über die Straßen bewegt. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich um 15 Uhr zum Startpunkt vor dem Rathaus eingeladen.

Hintergrund der Critical-Mass-Idee ist der Sachverhalt, dass nach der Straßenverkehrsordnung (Paragraf 27) mehr als 15 Radler einen geschlossenen Verband bilden dürfen. Dann besteht keine Radwegebenutzungspflicht mehr und die Radler dürfen immer zu zweit nebeneinander auf der Straße fahren.

Aufzeigen, dass die Straße nicht allein für die Autos da ist

Ziel der Aktion sei es nicht, den Verkehr zu blockieren, sondern Präsenz zu zeigen, dass die Fahrbahn nicht allein für den motorisierten Verkehr da ist. Die kritische Masse sei ein loser Zusammenschluss von Radlern, die sich zusammenfinden, ohne dass es einen Veranstalter oder Leiter gibt, so die Grünen. Jeder unmotorisierte Radler (eBikes sind Fahrräder) kann sich an der Critical Mass beteiligen.

Am Vormittag findet zudem eine Klimastreik-Demonstration im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung statt, die Gladbecker Realschüler organisieren. Alle großen und kleinen Gladbecker sind zur Teilnahme eingeladen. Der Protestzug formiert sich um 11 Uhr am Jovyplatz, um dann zur Kundgebung am Rathaus zu ziehen.

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