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Gladbecker Feierabendmarkt geht bald in die Winterpause

Der Feierabendmarkt am Rathaus hat sich als Treffpunkt am Freitagnachmittag mittlerweile etabliert.

Foto: Oliver Mengedoht

Der Feierabendmarkt am Rathaus hat sich als Treffpunkt am Freitagnachmittag mittlerweile etabliert. Foto: Oliver Mengedoht

Am 8. Dezember öffnen die Händler auf dem beliebten Freitagstreff letztmals ihre Verkaufswagen – und dann beim Turmblasen noch einmal.

Für etliche Gladbecker hat es sich zum wöchentlichen Ritual entwickelt: Freitags geht es auf den Feierabendmarkt. Der Treffpunkt zwischen Neuem und Altem Rathaus hat sich – nach ein paar Anfangsproblemen – etabliert.

2015, im ersten Jahr, gab’s keine Winterpause. Ein Fehler, wie sich bald herausstellte. Die Kunden saßen bei Nässe und Kälte lieber zu Hause, die Händler kamen nicht auf ihre Kosten, manche blieben weg. Heidi Jentzen (vormals Kopatz) hat das geändert, als sie 2016 mit ihrer Veranstaltungsgesellschaft allein die Organisation des Feierabendmarktes übernommen hat.

Im Frühjahr 2015 gestartet

Jetzt legen die Händler zum zweiten Mal eine Winterpause ein: Zum Nikolausmarkt am 8. Dezember vor dem Rathaus öffnen sie letztmals ihre Verkaufsstände. Bis zum 6. April müssen sich die Feierabendfans dann gedulden. Eine Ausnahme: Weil es im vergangenen Jahr so erfolgreich war, können die Besucher am Turmblasen am 23. Dezember noch einmal auf dem Feierabendmarkt schlemmen und nette Leute treffen.

Gestartet ist der Feierabendmarkt am Rathaus im Frühjahr 2015 mit zwölf Händlern. Die Zusammensetzung habe sich zwar immer mal verändert, erzählt Heidi Jentzen, die Zahl aber sei fast konstant geblieben. Mit einem normalen Wochenmarkt hat der Treffpunkt am Rathaus wenig gemein. „Manche Leute vermissen zum Beispiel Obst und Gemüse“, sagt Heidi Jentzen.

Große kulinarische Auswahl

Aber ein solches Angebot lohne sich für die Händler nicht. Ein Fleischstand hält dem Feierabendmarkt als einziger die Treue. „Die Besucher kommen nicht zum Einkaufen, sondern um andere zu treffen, etwas zu essen, Kaffee, Bier oder Cocktails zu trinken und um sich zu unterhalten.“

Die Auswahl an Essbarem ist groß: Fisch, Flammkuchen, Pizza, Reibekuchen, Crêpes . . . Sogar „wie bei Muttern“ kann man futtern: Eine Händlerin kocht Hausmannskost, von der Erbsensuppe bis zur Kohlroulade. Für das kommende Jahr haben eine Bäckerei und ein Gastronomiebetrieb Interesse an der Teilnahme bekundet.

Zufriedenstellende Besucherzahlen

Platz wäre zwischen Altem und Neuem Rathaus noch für ein paar Händler mehr. Die Organisatorin könnte sich beispielsweise vorstellen, dass jemand Kunsthandwerk anbietet oder dass Organisationen, Vereine oder auch Firmen den Feierabendmarkt als Informationsfläche oder Werbeplattform nutzen.

Mit den Besucherzahlen in diesem Jahr sind die Händler einigermaßen zufrieden. „Das Wetter war durchwachsen, deshalb war nicht immer viel los“, sagt Jentzen. Die ganz treuen Kunden kamen immer – „wenn’s kalt war, haben sie sich Kissen mitgebracht.“

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