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Gladbecker Band König Kobra darf zum Ruhrpott Rodeo

Beim „Ruhrpott Rodeo Bandcontest“ im Jugendzentrum Maxus in Gladbeck konnte die Band König Kobra das Publikum überzeugen.

Beim „Ruhrpott Rodeo Bandcontest“ im Jugendzentrum Maxus in Gladbeck konnte die Band König Kobra das Publikum überzeugen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Gladebecker Punk-Formation König Kobra überzeugt die Zuschauer. Beim Band-Contest kam es aber auch zu einer überraschenden Disqualifikation.

Im Maxus wurde es am Samstag laut. Vier Punkrock-Bands traten in einem ausverkauften Bandcontest gegeneinander an. Neben zwei Bands aus Gladbeck, Wasted Luck und König Kobra, reisten Wegbier aus Aachen und D-Fans aus Essen an. Die Gruppen hatten sich in einem Online-Vorentscheid über das Soziale Netzwerk Facebook gegen 96 andere durchgesetzt.

Letztlich konnten die Gladbecker von König Kobra den Wettbewerb für sich entscheiden und gewannen so einen Auftritt auf einem der größten Punkfestivals Deutschlands, dem Ruhrpott Rodeo. Die Platzierung wurde mittels eines Lautstärkemessers durchgeführt, der den Jubel der Fans maß. Veranstalter Alex Schwers überraschte am Ende Fans und Bands gleichermaßen, als er verkündete, dass auch die Zweitplatzierten einen Auftritt ergattern würden. Im Maxus bedeutete das ein Stechen zwischen D-Fans und Wegbier, da die Bands nach der ersten Abstimmung gleichauf waren. Freuen konnte sich am Ende das Sechserteam von D-Fans, deren Ska-Einschlag mit Saxophon und Posaune die Fans überzeugte.

D-Fans setzt sich gegen Wegbier durch

Überrascht dürfte die Band über den Sieg gewesen sein, da Frontmann Daniel nach dem Auftritt kaum Gewinnchancen gesehen hatte: „Das Ziel ist natürlich Gewinnen, aber das könnte schwer werden, wir sind eher weniger bekannt hier“. Die Band musste schon im Facebook-Vorentscheid bangen, da sich eine Band namens „Die Manfreds“ Likes erkauft hatte. Ihre Disqualifikation durch Veranstalter Schwers nahmen Die Manfreds jedoch mit Humor und unterhielten die Contest-Besucher in der Pause mit ein paar Ständchen vor

dem Maxus. „Ich würde mich nicht wundern, wenn die auf dem Ruhrpott Rodeo dann auch den Campingplatz unterhalten“, meinte Schwers mit einem Lachen.

Die Contest-Gewinner König Kobra hatten ihren Auftritt mit einem klaren Statement gegen Rechts gestartet: „Jeder der sich denkt ›AfD finde ich ganz cool‹, kann gehen, eure Stimme wollen wir gar nicht.“ Die Band ist mit dem Maxus (Träger Sozialistische Jugend) eng verbunden, sie haben bereits ihr allererstes Konzert hier gegeben.

8000 Besucher werden zum Punkfestival erwartet

Wie D-Fans werden sie sich auf ein größeres Publikum einstellen müssen. Während im Maxus 199 Besucher zugelassen sind, werden beim Ruhrpott Rodeo auf dem Flugplatz Schwarze Heide 8000 Menschen erwartet. Darunter Szenegrößen wie Millencolin, The Mighty Mighty Boss Tones und Sondaschule.

Das Punkfestival findet vom 5.-7. Juli, ab 13 Uhr, auf dem Freigelände am Flughafen Schwarze Heide in Hünxe statt. Kombi-Tickets kosten ca. 90 Euro (inkl. Camping ca. 106 €), die Tageskarte ca. 53 €. Info: www.ruhrpott-rodeo.de

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