Konzert

Gladbeck: Weihnachtlicher Jazz mit Entertainer Tom Gaebel

Tom Gaebel und sein Orchester gastierten Samstag in der Mathias-Jakobs-Stadthalle in Gladbeck.

Tom Gaebel und sein Orchester gastierten Samstag in der Mathias-Jakobs-Stadthalle in Gladbeck.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der Sänger und Entertainer Tom Gaebel verbreitet wohlige Weihnachtsstimmung in der Stadthalle. Auch seine Band bot eine erstklassige Leistung.

Eine heile Welt, Feuer im Kamin und leise rieselnder Schnee, dazu sehnsuchtsvolle Lieder, gesungen von schmeichelnden, wohlklingenden Stimmen wie Dean Martin, Frank Sinatra oder Bing Crosby – Viele träumen davon, gerade in der Vorweihnachtszeit. Fine Art Jazz brachte am Samstagabend mit dem Sänger Tom Gaebel und seinem „A Swinging Christmas“-Programm das ultimative Geschenk für die Liebhaber der wohligen Weihnachtsstimmung in die nicht ganz ausverkaufte Mathias-Jakobs-Stadthalle.

Im Fernsehen war Gaebel zeitgleich in der Show „Weihnachten mit Andy Borg“ zu sehen

Während er im SWR-Fernsehen zeitgleich bei „Weihnachten mit Andy Borg“ mit diesem im Duett über den Bildschirm flackerte, sang Gaebel in Gladbeck „I am dreaming of a white Christmas“ live und hingebungsvoll, und alle anderen bekannten Evergreens zum Winterthema selbstverständlich auch. „Rudolph, the red nosed reindeer“, „Let it snow“, „Santa Claus is coming” und wie sie alle heißen.

Gaebel ist der geborene Entertainer, da steht er den US-Kollegen der Generation vor ihm ins nichts nach. Charmant, eloquent, witzig führte er durch das Programm, seine Stimme hat den gleichen butterweichen Schmelz. Die auf den Sitzen verteilten Wunschkärtchen an den „lieben Weihnachts-Tom“ konnten während des laufenden Konzertes in der Stadthalle abgegeben werden und wurden für Gaebel Stichworte zu unterhaltsamen Einlagen. Da durften Zuschauer auf die Bühne kommen und den Background-Choir geben oder Gaebel musste „Hells Bells“ von AC/DC anstimmen. Im Vorfeld konnten Gäste sich bewerben, ein Duett mit Gaebel zu präsentieren, das Rennen hatte Larissa aus Essen gemacht. Und so erklang ein einmaliges „Strangers in the night“, was es in dieser Konstellation nie mehr geben wird.

„Ich liebe diese altmodischen Beats“

Ja, Gaebel sang nicht nur Weihnachtssongs, sondern eben auch Hits der obengenannten Show-Größen aus Übersee. „Sway“, „New York, New York“, das durfte nicht fehlen, Gaebels Show schien, auch dank exzellenter Lichttechnik und leuchtenden Reklameschildern aus tausenden von Glühbirnen direkt aus dem Las Vegas der 1960er Jahre zu kommen. „Ich liebe diese altmodischen Beats“, schwärmte er, das Publikum nahm es dankend an.

Nicht nur beim Medley aus Deutschen Weihnachtsliedern „à la James Last“ sangen alle fleißig mit, auch bei Rolf Zukowskis „Weihnachtsbäckerei“ schallte es von den Rängen. Fantastisch war hier die Percussion-Einlage von Chris Fehre, da flogen die Schneebesen auf Töpfen und Blechen.

Überhaupt war die Band von erstklassiger Besetzung. Frank Sackenheim (Saxophon), Jan Schneider (Trompete), Lars Duppler (Piano) und Richie Hellenthal (Posaune) glänzten mit Soli, letzterer auch mal mit Akkordeon oder Stimme. Johannes Behr (Gitarre), Thomas Wille (Bass), Florian Bungardt (Schlagzeug) und eben Fehre sorgten für den nötigen Groove. Alles in allem ein wunderbarer Abend für die Besucher, die beschwingt den Heimweg antraten.

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