Nachruf

Gladbeck: Schwester Lucinde 93-jährig gestorben

Die katholische Ordensschwester Lucinde ist im Alter von 93 Jahren gestorben. 57 Jahre lebte und arbeitete sie in Gladbeck.

Die katholische Ordensschwester Lucinde ist im Alter von 93 Jahren gestorben. 57 Jahre lebte und arbeitete sie in Gladbeck.

Foto: Fotografie Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Gladbeck  Die katholische Ordensfrau lebte 57 Jahre in Gladbeck. Sie unterrichtete in der Schule am Eduard-Michelis-Haus Generationen von Erzieherinnen.

Im Alter von 93 Jahren ist Schwester Lucinde Siesmann im Haus Loreto in Horstmar-Leer, dem Altenwohnheim der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung, gestorben. Die katholische Ordensfrau lebte und wirkte 57 Jahre lang in Gladbeck, darunter 26 Jahre lang bis zu ihrer Pensionierung 1992 in der ordenseigenen, 1966 gegründeten Fachschule für Sozialpädagogik am Eduard-Michelis-Haus (heute Johannes-Kessels-Akademie).

Generationen angehender Erzieherinnen bildete sie als Werklehrerin für Keramik und Ton mit aus. Nach ihrer Pensionierung als Lehrerin war sie noch als Oberin im Michelishaus tätig. Erst 2011 zog sie um zum ordenseigenen Ruhesitz im Münsterland.

Schwester Lucinde mache sich auch als Künstlerin einen Namen

Schwester Lucinde stammte gebürtig aus der "Töpferstadt" Stadtlohn, trat 1948 in den Orden der "Schwestern von der Göttlichen Vorsehung" und arbeitete in Gladbeck als ausgebildete Kindergärtnerin ab 1954 zunächst sozialpädagogisch im Vinzenzheim, in dem damals noch Waisenkinder lebten. Nach einer weiteren Ausbildung an der Kunstschule in Düsseldorf unterrichtete sie an der Schule am Eduard-Michelis-Haus. Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt waren die alle zwei Jahre von Schwester Lucinde organisierten Werkausstellungen in der Johannes-Kessels-Akademie, die 2016 ihr 50-jähriges Bestehen feierte.

Einen Namen machte sich die Ordensfrau auch als Künstlerin. Einen künstlerischen Schwerpunkt fand Schwester Lucinde mit dem Material Ton: Hier zeigte sie eine besondere Darstellungsvielfalt und eine breite thematische Tiefe. Hunderte Werke entstanden im Laufe der Jahre. Die meisten hat Schwester Lucinde zugunsten der Missionsarbeit ihres Ordens verkauft. Ihre Schaffensfreude fand in drei großen Ausstellungen in den 80er Jahren ihren Höhepunkt.

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