Modellprojekt

Gladbeck: Mit Modellprojekt sollen Schulwege sicherer werden

Um möglichst sicher zur Schule zu kommen, gibt es nun ein Modellprojekt an der Wittringer Schule. Dort geht der Großteil der Jungen und Mädchen zu Fuß zur Schule.

Um möglichst sicher zur Schule zu kommen, gibt es nun ein Modellprojekt an der Wittringer Schule. Dort geht der Großteil der Jungen und Mädchen zu Fuß zur Schule.

Foto: Lars Heidrich / Funke Foto Services

Gladbeck.  Ein Runder Tisch will Konzepte entwickeln, wie der Schulweg in Gladbeck sicherer werden kann. Das Ziel ist, dass die Kinder alleine laufen.

In einem Modellprojekt an der Wittringer Schule sollen Konzepte für einen sicheren Schulweg erarbeitet werden. Mit der Verkehrssicherheit an Grundschulen befasst sich seit dem vergangenen Jahr ein „Runder Tisch“, an dem Vertreter der Verkehrswacht, der Stadtverwaltung, der Grundschulen, des deutschen Kinderschutzbunds, der Polizei, des Seniorenbeirats, des Jugendrats und der Stadtschulpflegschaft sitzen.

Das Ziel des Projektes ist, dass die Schüler alleine zur Schule laufen und nur bei Bedarf begleitet werden. Erreicht werden soll das Ziel, indem die Eltern und Kinder der neuen ersten Klassen informiert und geschult werden. Die Idee dahinter: Der Schulweg soll gemeinsam erkundet werden. Vorstellbar ist unter anderem auch, dass Nachbarskinder von einem Sammelpunkt aus gemeinsam zur Schule laufen. „Denkbar ist, dass die Gruppe etwa von Schulsozialarbeitern oder Bildungslotsen begleitet wird“, so Schulsozialarbeiterin Mona Koepernik, die für die Wittringer Schule mit am Runden Tisch sitzt und das Projekt jetzt gemeinsam mit der städtischen Kinder- und Jugendbeauftragten Sarah Kimmeskamp im Schulausschuss vorstellte.

An der Wittringer Schule in Gladbeck ist der Ist-Zustand untersucht worden

In einem ersten Schritt ist an der Wittringer Schule der Ist-Zustand untersucht worden. Dazu wurden alle Schüler zu ihrem Schulweg befragt. Dabei kam heraus: Der Großteil (67 Prozent) geht zu Fuß, 26 Prozent werden mit dem Auto gebracht, mit dem Bus fahren sechs Prozent der Befragten und nur ein Prozent radelt. Ob Kinder überhaupt zu Fuß ihre Grundschule erreichen können, hänge auch stark davon ab, ob die Jungen und Mädchen in der Nähe ihrer Schule wohnen, betonte CDU-Ratsherr Jörg Baumeister.

Anfang Februar hatte es an der Wittringer Schule zudem eine Verkehrsbeobachtung gegeben, um herauszufinden, wie viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und wie sie sich dabei verhalten. Das Ergebnis: 59 Schüler wurden mit dem Auto gebracht, in sieben Fällen gab es Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, etwa Parken im Halteverbot. In einem nächsten Schritt soll unter anderem Info-Material erstellt werden.

Verwaltung: Jede Schule muss individuell betrachtet werden

Auch wenn sich eine Gruppe des Runden Tisches derzeit gesondert mit der Situation an der Wittringer Grundschule beschäftigt – Martin Stork, städtischer Verkehrsplaner, betonte: „Wir müssen uns mit jeder Schule einzeln beschäftigen. Denn jede Schule hat andere Rahmenbedingungen, was etwa Anzahl der Schüler und die Verkehrslage betrifft.“ Bei der Einrichtung von Hol- und Bringzonen etwa müsse überprüft werden, wie es da laufe und wie die Schüler von diesen Standpunkten dann in die Schule kämen. Zudem funktioniere keine einzelne Maßnahme für sich alleine.

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